Testbericht Stiga Almana schwarz 1,8 unfrisch
Holz: BTY Michael Maze OFF Carbon-Arylate
Spielstärke: 1. Stadtklasse
Gegner: Kreisliga bis 2. KK
Standard-VH-Belag: Palio CJ8000 Balance 2,2 – 2 Schichten frisch auf Folie
Standard-RH-Belag: wechselnd

zuletzt Palio CJ8000 Speed 2,3 – 2 Schichten frisch auf Folie und Joola Mambo C – 2 Schichten frisch auf Folie
Spielanlage: Beidseitig variable TS’s, wozu auf der RH sich der Block und der Konter gesellen. Auf der VH zieh ich auch gerne mal aus der Halbdistanz dagegen.
Erster Eindruck:
Der Schwamm war wie für mich gemacht. Nach dem ersten Drucktest stand fest: Das kann was werden. Etwa 42°-43°....Perfekt! Auffällig war außerdem das für einen OFF-Belag ziemlich ungriffige Obergummi. Sowohl Mendo, als auch HP@ als auch der Palio und der Mambo C haben griffigere OG’s. Dazu später noch mehr....
(Ein)Kontern:
Schon nach den ersten Bällen stand fest: Das ist eine echte Alternative für alle, die den Absprung vom Frischkleben schaffen wollen. Ein Wahnsinns-Tempo, dass ich da gespürt habe. Ich kam echt aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Der unfrische Almana war schneller als die fett geklebten Mambo C und Palio und wie sie alle heißen. Nochmal zur Erinnerung: Der Almana war nicht frisch geklebt und auch „nur“ in 1,8.
Anfangs etwas schwierig zu kontrollieren konnte ich dann allerdings hart und präzise kontern. Vor allem das im Verhältnis zur Schwammhärte relativ harte Anschlagsgefühl hat sich beim Kontern positiv ausgewirkt.
Der starke Katapult des Almana hat sich hier nicht negativ ausgewirkt.
Block:
Ähnliches Bild wie beim Kontern: hart, präzise und gut zu kontrollieren. Der Katapult hat auch hier keinen großen Einfluss auf das Spielverhalten. Ebenfalls war das harte Anschlagsgefühl hier positiv zu bemerken....
Schupf:
Eine Katastrophe! Schupfen ist zwar sowieso nicht meine Paradedisziplin, aber mit dem Almana wurde das echt unangenehm. Der enorme Katapult des Almana hat mir hier zu Schaffen gemacht. Die ersten Schupfbälle kamen viel zu hoch, die nächsten gingen ins Nirvana.
Neben dem hohen Katapult war auch das relativ ungriffige OG negativ auffallend. Die Schupfbälle hatten nämlich nicht besonders viel Schnitt...
Mal sehen wie das beim nächsten Training wird...
Topspin:
Tja, den Topspin sehe ich mit dem Almana mit einem weinenden und einem lachenden Auge.
Zuerst die gute Nachricht: Der Belag spielt sich wirklich wie frisch geklebt! Nicht nur das Spielgefühl war wie frisch geklebt, nein, auch der Sound war klasse. Bei jedem Gegentopspin oder Schlagspin war ein nicht zu überhörendes „Klick“ zu vernehmen. Wegen des großen Katapults hatte ich jedoch während des gesamten Trainings immer mal wieder Probleme mit zu langen TS’s. Aus der Halbdistanz war das Spiel mit dem Almana jedoch ein Traum....

Die Flugkurve ist nichts besonderes: nicht flach, nicht „bogenlampig“ – meiner Meinung nach genau richtig...
Nun die schlechte Nachricht: Auf Grund der nicht besonders griffigen Oberfläche waren die Topspins leider immer mit sehr wenig Effet ausgestattet. Besonders beim Eröffnungs-TS hat sich das negativ ausgewirkt. Ich musste mir teilweise echt den Arm ausreißen um den Ball über’s Netz zu bekommen.
Aufschlag:
Siehe Schupf. Wenig Schnitt, oft zu lang.
Fazit:
Schade! Das hätte echt was werden können. Das Spielgefühl war wirklich wie frisch geklebt. Nur die magere Spinentwicklung (und der zugegeben sehr hohe Preis) hält mich davon ab, den Belag dauerhaft zu spielen.