Zitat:
Original geschrieben von TT-Zuschauer
Was die Zählweise betrifft, so kam der Vorschlag, nur noch bis elf zu zählen, um mehr Entscheidungssituationen zu haben, mehr Spannung zu erzeugen und die Mannschaftswettkämpfe zu verkürzen, bereits vor elf Jahren vom BTTV-Ehrenpräsidenten Rudi Gruber; und er wurde verworfen. In der Folgezeit wurden zahlreiche Versuche gemacht, bei verschiedenen Veranstaltungen auf unterschiedliche Art zu zählen.
Bei den Weltmeisterschaften in Osaka im April hat nun die ITTF, die für die internationalen TT-Regeln zuständig ist und in der jedes Mitgliedsland eine Stimme hat, mit großer Mehrheit diese Regeländerung getroffen. Hier konnte nicht jeder einzelne Tischtennisspieler gefragt werden, ebenso wie bei der Verabschiedung neuer Gesetze nicht jeder Bürger befragt werden kann. Internationale Regeln werden in allen Sportarten von internationalen Gremien getroffen; hierfür gibt es in der jüngsten Vergangenheit genügend Beispiele. Wenn man eine Sportart bleiben möchte, die internationales Ansehen hat, kann man sich nur anschließen.
Ich kritisiere ebenfalls, dass nicht alle Veränderungen gleichzeitig eingeführt wurden, um damit den Paketcharakter der Maßnahmen aufzuzeigen. Ich verstehe nicht, dass die geänderte Aufschlagregel nicht sofort eingeführt wurde. Seit langem bemängelt man die Aufschläge, aber bisher gelang es auf Grund des Widerstandes vor allem der Chinesen nicht, eine Regeländerung zu verwirklichen. Dies ist nun gelungen, wurde aber auf Antrag der Chinesen noch um ein Jahr verzögert, obwohl die neue Regel schon jetzt wichtig wäre.
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Abseits der Polemik, wer welchen Zeitungsartikel wo gefunden hat, ist der Inhalt doch entlarvend:
Die ITTF ist zwar "Schuld" an den Regeländerungen, aber der Beschluss ist auch mit der Stimme des DTTB getroffen worden. ALso muss der DTTB doch dafür gewesen sein, er hätte ja auch dagegen stimmen können. Dass die ITTF in Osaka keine Volksabstimmung machen konnte ist schon klar, nur unserer Vertreter (der DTTB) hätte sich im Vorfeld - wie auch immer - etwas mehr über die Stimmung an der Basis informieren können (und nicht nur über ein paar Turniere, die die Masse der TT-Spieler bestenfalls aus der Zeitung kennt).
Wie man seine Interessen durchsetzt, haben die Chinesen demonstriert: Auf Antrag der Chinesen wurde die Änderung der Aufschlagregel um ein Jahr verzögert. Komisch, die hatten in der Vollversammlung doch auch nur eine Stimme.
Hubert