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Alt 17.10.2001, 18:53
Ahdow Ahdow ist offline
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manfred
finde ich nicht. der beruf hat nichts mit der fähigkeit mit leuten umgehen zu können zu tun.
in der tat - so etwas hat ein fußballschiri wohl noch nicht gesagt. ist aber auch relativ einleuchtend, denn im gegensatz zu den tt-regeln gibt es bei den fußballern keine regel die besagt, abseits (aufschlag) zunächst nur abzupfeifen, dann zu verwarnen und dann zu bestrafen.
ich habe im übrigen äußerst selten probleme mit schiedsrichtern, deshalb ist deine aussage diesbezüglich reine vermutung.
@peter2
ich geb dir ja teilweise recht, aber ich renn nich so oft zum handtuch! außerdem bestand frank müller darauf das spiel am nebentisch anzugucken. ich hätte sofort angefangen. aber was soll ich dann machen? schonmal aufschläge trainieren?
@aleol und peter2
man kann wohl zuwenig fingerspitzengefühl haben, nicht aber zuviel.
@aleol
natürlich muß ein guter schiedsrichter zwischen unwichtigen und wichtigen regeln unterscheiden können, oder würdest du der aufschlagregel gleiche bedeutung zukommen lassen, wie der pflicht des unparteiischen bei auszeit eine weiße karte auf die jeweilige spielhälfte zu legen? wohl kaum oder? Will er vernünftig differenzieren, braucht er eben das beschriebene fingerspitzengefühl.
@edwin
das ist so typisch deutsch: es muß immer für alles und jeden scheiß ganz klar definierte regeln und gesetze geben, nicht wahr? und so natürlich auch für das fingerspitzengefühl des schiedsrichters: wo steht, wann und wo er es einsetzen darf, wieviel darf er davon besitzen, usw. usw.? so ein quatsch. Wie stehts mit intuition und sonstigen fähigkeiten? Der spieler soll bitteschön genug davon besitzen, der schiri aber nicht. Denn es gibt ja die regeln. Wieso fällt den dann im sport so oft der begriff der ,,regel-auslegung“? ganz so easy wie ,,die regeln besagen, dass..." und ,,der schiri hat richtig gehandelt, denn hier steht, dass..." oder ,,spieler und schiedsrichter müssen sich einfach an die regeln halten," geht es also wohl nicht.

Wenn man alle regeln unseres sports zu absoluten 100 prozent befolgte, wäre er nicht mehr durchführbar, oder zumindest würde sich kein zuschauer die qual antun, sich ein spiel anzusehen. wenn alles so einfach wäre, und man ,,ja bloß die regeln befolgen müßte", dann hätte z.b. erfahrung überhaupt keinen wert für einen schiri. es gibt ja die regeln.

Natürlich muß ein schiedsrichter etwas dagegen unternehmen, wenn ein spieler wiederholt zwischendurch zum handtuch geht, vor allem dann, wenn er damit den gegner aus der fassung bringen will (ein guter schiri erkennt so etwas!). kls1812 hat es doch wunderbar berichtet: einfach die hände über die handtuchkörbe halten und dem spieler sagen, ,,nee, jetzt kein handtuch, tut mir leid.“ Beim nächsten mal ,,neee-eeein!“ beim dritten mal sollte der schiri nach der grundschulnote des spielers in mathe fragen, oder ihm auf die finger hauen. Erst danach würde ich eine karte zücken.
Scherz beiseite. Keine ahnung wie ich reagieren würde, aber bitteschön, lasst uns doch nicht immer diese behämmerten fragen stellen – wann soll ein schiri wie die regeln befolgen. Wir suchen nach regeln für regeln, das is tineff. Es gibt regeln, und die schiris sollten sie kennen. Vor allem sollten sie aber – wie ich schon sagte – erfahrung im umgang mit den (profi-)sportlern haben. Die unparteiischen werden doch völlig hilflos, wenn sie sich nur immer an das starre regelgerüst halten sollen und kein bisschen nach eigenem ermessen handeln dürfen. Und ich plädiere hier nicht generell für eine ,,laxe“ handhabung der regeln. Die aufschlagregel sollte meiner meinung nach z.b. strenger befolgt werden, weil es eben eine bedeutende regel ist, da sie das spiel direkt beinflußt, es quasi überhaupt erst möglich, bzw. nicht möglich macht. Deswegen halte ich ja auch eine unterscheidung zwischen wichtigen und unwichtigen regeln für so bedeutsam. Und jetzt fragt nicht wieder: und wer entscheidet welche regel wichtig ist und welche nicht ???? keiner!!!! Und es gibt auch keine regel dafür! Jede schiri sollte das situationsbedingt individuell entscheiden, da er ja über fingerspitzengefühl und intuition verfügt.
die gelb-rote karte gegen ma wenge war im übrigen absolut regelgerecht, so steht es in den regeln. Aber wie gesagt, man hätte die situation anders bereinigen können, bzw. es erst überhaupt nicht dazu kommen lassen müssen.

Geändert von Ahdow (17.10.2001 um 19:00 Uhr)
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