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AW: USA-Hörigkeit
Jetzt hat sich doch Einiges angesammelt, was so nicht stehen bleiben kann.
1. @ Allround+Spieler
Kindergartengebühren sind keine Bundespolitik - bei uns gibt es den von Dir geforderten Einheitspreis. Folge: Familien mit wenig Einkommen müssen darüber nachdenken, ob Ihre Kinder in den Kindergarten sollen oder nicht.
Dazu muß man nicht arbeitslos sein. Deine Anmerkung, Arbeitslose könnten sich ja selbst um ihre Kinder kümmern, ist unverschämt. Du solltest nicht vergessen, daß Kindergärten keine Babysitter sein sollen, sondern den Nachwuchs fördern und auf die schule vorbereiten. Den Besuch von Kindergärten halte ich für gesellschaftlich sinnvoll, von daher sollten die Kindergartengebühren genauso wie Schulen und Hochschulen keine Frage des Geldes sein.
2. @Keyser Soze
Der Gipfel der Naivität ist es, zu glauben, langfristige Entscheidungen einer regierung hätten keine Auswirkungen auf die Zukunft, auch wenn die Regierung wechselt. Die Fehler, die bei der Wiedervereinigung gemacht wurden werden sich noch Jahrzehnte rächen. Schön, daß Du der SPD und den Grünen da immerhin 2 Jahre Zeit gegeben hast.
3. Angela Merkel
Daß die Gute rhetorisch und als Gesamtkunstwerk eine Katastrophe ist, wirkt sich leider nicht nur im Wahlkampf aus, sondern auch außenpolitisch auch danach. Auftreten und Ausdrucksfähigkeit beeinflussen nun mal das internationale Gewicht. Da sind Schröder und Fischer zusammen nahezu perfekt. Ein Gespann Merkel / Westerwelle würde uns in der Welt sicherlich viele Sympathiepunkte bringen, weil alle über uns lachen können.
4. USA-Hörigkeit
Angie fühlt sich im Allerwertesten von George W. pudelwohl. Das hat sie immer wieder gezeigt. Eine kritische Distanz, wie sie zur Zeit praktiziert wird ist mir allemal lieber, als ein blindes Folgen.
5. Nach dem Aussehen wählen wohl die wenigsten, die Frage ist meistens eher, ob jeder wirklich durchschaut, um was es bei den Parteien wirklich geht. Schlaue Sprüche, die Regierung sei schuld an der Arbeitslosigkeit und der Staatsverschuldung oder die Opposition hätte alles blockiert kann dann jeder so einsetzen wie es ihm beliebt.
Die Fakten bleiben aber:
CDU = Mehrwertsteuererhöhung - das trifft alle diejenigen, die nichts sparen können, also die Kleinen
SPD = Hartz 4 - das trifft diejenigen, die lange Abeitslosengeld bezahlt haben und jetzt nicht mehr viel rauskriegen
CDU = Kopfpauschale - Positiv ausgedrückt Entkopplung der Sozialsysteme von der Konjunktur, in Wirklichkeit eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, weil jede Person, unabhängig vom Einkommen das gleiche zu zahlen hat. Um Härten abzumildern wird dann wieder aus dem Steuersäckel zubezahlt, allerdings muß man dafür dann schon wieder betteln gehen.
SPD = "Reichen-Steuer" - populistisch wertvoll, aber bestimmt ein Rohrkrepierer, weil die die es treffen würde dem ausweichen werden. Man hätte halt den Spitzensteuersatz nicht unbedingt senken sollen.
CDU = Lohndumping - wer Tarifverträge aufweichen und Kündigungsschutz abschaffen will und Niedrig-Löhne ermöglicht, der bekämpft zwar vordergründig die Arbeitslosigkeit und vielleicht sogar ein bißchen die Schwarzarbeit, sorgt aber dafür, daß ein Arbeitnehmer von einem Job nicht mehr leben kann, das verfügbare Einkommen der Arbeitnehmer weiter sinkt (auch durch die Mehrwertsteuer) und damit die Inlandsnachfrage endgültig in den Keller geht.
FDP = Einfaches Steuersystem - hört sich toll an, heißt aber, daß die kleinsten Einkommen höher besteuert werden als jetzt (15 statt 12,5%) und die großen noch weiter sinken (35 statt 39%). Einfach ist halt nicht immer gerecht.
Grüne = Dosenpfand, Ökosteuer etc. , negative Begriffe, die aber alle einen Sinn ergeben, indem sie zu verantwortungsvollem Umgang mit der Natur führen sollen. In Zeiten in denen Arbeit Vorfahrt hat ist die Umwelt leider Nebensache, machen wir es also wie Bush und fahren den Karren wenigstens mit Vollgas an die Wand.
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