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Zitat von Jaskula
Familie mit 2 Kindern - Schichtarbeiter
1 Einkommen - ca. 2500 € brutto => ca. 1700 € netto
Jetzt gerade : ca. 15 € mehr Ausgaben für Zähne
Zukünftig: . . .ca. 30 € mehr Ausgaben für Mehrwertsteuer
. . . . . . . . . . ca. 50 € mehr Ausgaben für Kopfpauschale
. . . . . . . . . . ca. 300 € mehr Ausgaben für private Zusatzversicherung
. . . . . . . . . . ca. 100 € weniger Steuer-Rückzahlung wg. Pendlerpauschale
. . . . . . . . . . ca. 200 € weniger Einkommen, weil Sonn-und Feiertagszuschläge versteuert werden müssen
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Dann rechnen wir mal mit deinen Zahlen
-> Zahnversicherung 2500 mal 0.45% -> 11.25 Euro
-> MwST Lebensmittel behalten den weiterhin gemäßigten Satz. Mieten bleiben MwST frei. Die 30 Euro entfallen also auf Kleidung, Konsumgüter, Fahrtkosten in Höhe von 1500 Euro. Da sollte die Familie weniger verschwenderisch sein.
-> Bei der Kopfpauschale fehlen noch die Zahlen für die Höhe und für die max. Belastung. Da kann man leider nichts schätzen.
-> 300 Euro für neue private Zusatzversicherung die bisher noch nicht notwenig war. Was ist das? Riesterrente etc. gibts ja schon länger
-> 100 Euro für Pendlerpauschale. Die Werbungskonstenpauschale liegt bei 920 Euro pro Jahr. Falls unser Schichtarbeiter nicht gerade nebenher studiert lebt er ca 25 km vom Arbeitsplatz entfernt. Sowas kommt zwar vor, ist aber nicht der statistische Mittelwert.
-> Apropos Sonn- und Feiertagszuschläge: 30000 Euro / anno, Steuerklasse III, zwei Kinder macht pro Monat 133 Euro Lohnsteuer (ohne daß man irgendwas bei der Steuererklärung geltend gemacht hat) kompletto. Da sind wir also sehr sehr weit von den 200 Euro Belastung durch Versteuerung der Zuschläge pro Monat entfernt.
Dagebenrechnen muß man die versprochene Steuerentlastung (okay bei 133 Euro Lohnsteuer ist hier wenig zu holen). Weiter versprochene soziale Wohltaten für Kinder - auch nicht quantifiziert.