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Alt 11.08.2005, 13:58
Jaskula Jaskula ist offline
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Zitat:
Zitat von Fozzi
Eigentlich nicht. Kopfpauschale heißt Kopfpauschale, weil Sie alle Köpfe meint. ...
Zum Thema Schweiz und erfolgreich steht eigentlich gar nix drin
...
Wie auch immer. Der Staat ist meiner Meinung dazu da, keine Rundumverpflegung zu ermöglichen, ...

Ich finde diese generelle Gleichmacherei auch völlig unsinnig.
1. Kopfpauschale
Damit werden, da Köpfe zählen, insbesondere Familien stärker belastet.
Daß alle einzahlen sollen, ihren Möglichkeiten entsprechend, gewährleistet die Bürgerversicherung auch, aber eben nicht pauschal. Ein Top-Manager kann halt solidarisch mehr beisteuern als eine kleine Krankenschwester oder der von mir beispielhaft erwähnte Schichtarbeiter. Durch die Beitragsbemessungsgrenze ist sichergestellt, daß das dann wiederum nicht zu solidarisch wird. Was ist daran nicht OK ?

2. Zitat zum Thema Schweiz und daß die Kopfpauschale Arbeitsplätze schafft und Kosten senkt: "Sie haben in der Schweiz seit 1996 den Effekt gehabt, dass die Kosten für Gesundheit pro Jahr um mehr als 5,5 % gestiegen sind."
Den Anstieg der Arbeitslosigkeit um 25 % im gleichen zeitraum hast Du ja schon erwähnt. Liegt sicherlich nicht an der Kopfpauschale, die konnte aber auch nichts positiv verändern.

3. Gleichmaerei will ich auch nicht. Auch bei einer Bürgerversicherung ist ja nur der leistungskatalog abgedeckt, von dem Du auch sprichst. Luxus muß dann mit Zusatzpolicen gesichert werden. Auch da besteht kein Unterschied zwischen den Systemen.
Hotel und Catering sind für mich OK, aber die Tatsache, daß Chefärzte für Privatpatienten und Assistenzärzte für den Kassenabschaum da sind, entspricht nicht meinen Vorstellungen und ist auch zur Zeit nicht so vorgesehen, leider jedoch teilweise schon Realität.
Eine stärkere Kontrolle im medizinischen Bereich scheint unabdingbar, angesichts der herrschenden Zustände.

Aber bitte sag mir ein Argument gegen die Bürgerversicherung, außer daß Du evtl. mehr zahlen musst.
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