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Alt 19.10.2001, 07:58
Thomas Höhl Thomas Höhl ist offline
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@ahdow
ich gebe Dir in dem Punkt recht, dass wir nicht so ewig weit mit unseren Meinungen auseinander liegen. Nur verstehe ich immer noch nicht, warum Du mich mit anderen in eine "Meinungs-Ecke" stellst. Ich habe mich bisher eigentlich mit einer Beurteilung der Situation zurück halten wollen. Nochmal, um es deutlich zu machen. Dieses Thema habe ich hier rein gestellt, da ich nicht so recht wusste, wie man es lösen sollte und ich fand de Argumente in beide Richtungen, die hier aufgezählt wurden, gut und plausibel.
Nachdem jetzt aber doch eine längere Diskussion stattgefunden hat, habe ich mir eine Meinung gebildet und di ist, dass der Schiedsrichter am besten eineLösung findet, wenn er den Spieler davon abhält, ohne dabei mit Verwarnungen und so zu kommen. Das Beispiel Hand auf die HAndtuchbox legen, fand ich da als Lösung sehr gut. Sollte er mit dem anderen Schiedsrichter kurz absprechen, um es auch in allen Sätzen durchführen zu können.
Dies soll aber nicht als Muss zu verstehen sein, denn da muss der Schiedsrichter immer sehr gut aufpassen und im richtigen Moment den richtigen Einfall haben. Wenn ein Schiedsrichter sowas kann, hat er meinen höchsten Respekt. Der Schiedsrichter in dem Spiel von Ma Wenge hat im gesamten ersten Satz nichts gesagt (zumindest ist es mir nicht aufgefallen), hat aber sofort nachdem ersten Satz Ma Wenge klar informiert, dass er so nicht weiter machen kann. Ich bin der MEinung, dass das okay ist, aber er auch in dem Moment sich festlegt, wie er das Spiel weiterhin leitet. Denn wenn er bei weiteren Vergehen nicht ermhant, bzw. dann verwahnt, macht er sich lächerlich. Sollten wir an sich das Interesse haben (ich persönlich habe das Interesse), ohne Karten auszukommen, sollten wir das in den Regeln festlegen. Mir ist schleierhaft, wieso wir beim Tischtennis überhaupt solche Karten brauchen.
Und Deine angeführten Beispiele wie Schläger in der Pause nicht am Tisch lassen oder Box verlassen, sehe ich absolut nicht als Grund an, Karten zu zücken. Es gibt Spieler, denen kann man bei fünf gespielten Sätzen viermal hinterher laufen, um den Schläger an den Tisch zu holen. Das führt spätestens beim zweiten Mal dazu, dass der Spieler vom eigenen Trainer ausgelacht wird, aber bei mir nie zu einer Karte.
Vielleicht kannst Du ja mal konkret sagen, wie Du das Spiel von Boll gegen Ma Wenge gezählt hättest.
Zum Schluss nochmal eines, um das Bild der Schiedsrichter besser zu stellen. Bei den von mir bisher besuchten Aus- und Weiterbildungen habe ich nicht nur stures Regelwerk gelernt. Sehr viel Zeit wird für dieses Fingerspitzengefühl verwendet. Immer wieder werden Beispiele genannt, wie man kritische Momente entschärfen kann. Ich habe bisher noch keinen Einsatz gehabt, wo der Oberschiedsrchter uns angestachelt hat, hart durchzugreifen, sondern nur, wo betont wurde, dass es darum geht, dass gutes Tischtennis zu sehen sein soll und der Schiedsrichter sich so bedeckt wie möglich verhalten soll, ohen dabei die Kontrolle über das Spiel zu verlieren.

Geändert von Thomas Höhl (19.10.2001 um 08:03 Uhr)
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