Einzelnen Beitrag anzeigen
  #17  
Alt 13.08.2005, 01:42
Benutzerbild von martinspin
martinspin martinspin ist offline
let it flow...
Foren-Stammgast 3000
 
Registriert seit: 09.02.2003
Beiträge: 3.242
martinspin ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Gerade oder schlaufenförmige Bewegung???

Hoi SuperSriver

Zitat:
Zitat von SuperSriver
Wenn beispielsweise gerade ein paralleler VH-Topspin aus der Vh-Seite gespielt wurde und der
nächste Ball in der Rh erwartet wird, sollte der Schläger ohne Zeitverlust in die Rh gebracht werden.
Nix mit "Zurück in die Ausgangsposition" oder "Neutralstellung". Am Ende jeden Schlages hat der Schläger
in die "Startposition" für den nächsten Schlag zu gehen. Hierfür kann eine gerade Bewegung sinnvoll
sein, also einfach zurück, wenn anzunehmen ist, daß der gleiche Schlag von der
gleichen Stelle wieder gespielt wird. Es Kann aber auch eine Kurve die beste Lösung sein. Je nach
Situation und Schlagfolge. Natürlich kann es vorkommen, daß der eigene Folgeschlag falsch antizipert
wurde. Naja, das ist halt Pech oder Dummheit.

In den (seltenen) Situationen, wo nach dem Schlag Zeit zur Verfügung steht und dadurch eine Vorwegnahme des
nächsten Schlages erschwert ist, macht es Sinn, am Schlagende den Schläger unter Verringerung der
Muskelspannung absinken zu lassen und in Neutralposition zu bringen.

Bevor ich diese Betrachtungen fortsetze, bester Martin, würde ich gern wissen, ob sie Dir helfen. Falls nicht, wären genaue
Nachfragen hilfreich.

Supersriver
Zum ersten hier nicht zitierten Teil deines Postings muss ich sagen, dass ich mit dir einger Meinung bin, dass der Schlag in einer Ebene stattfinden sollte. Die Diskussion dreht sich mehr darum, wie die Ausschwungphase auszusehen hat. Ich zitiere von der Site von Borussia Düsseldorf:

Zitat:
Jede Schlagbewegung beginnt und endet im Idealfall in der Neutralstellung, die in etwa auf Bauchhöhe, über dem Tischniveau und vor dem Körper festzulegen ist. Daher sollte der Schläger nach der Ballberührung in einer leichten Schleifenbewegung zur Körpermitte zurückgeführt werden.

Die Neutralstellung erleichtert dem Spieler das Timing, da durch sie die Schlagdauer vereinheitlicht wird.

Die Neutralstellung dient als Verbindungspunkt zwischen der Vorhand und Rückhand bzw. zwischen den einzelnen verschiedenen Schlagtechniken.

Die Neutralstellung ist für den Spieler gewissermaßen als Festung aufzufassen, die es ermöglicht, in aller Ruhe fremde Angriffe abwehren bzw. eigene Angriffe starten zu können.

Die Neutralstellung erhöht für den Spieler die Möglichkeit, seine Schläge entsprechend der Situation anzupassen. Natürlich gibt es noch viele andere wichtige Punkte, die einen guten Spieler ausmachen, aber dazu mehr beim nächsten Mal.
So simpel wie du es schilderst, ist es selbst bei den Profis nicht. Die platzieren die Angriffsbälle derart variantenreich, dass der Gegner es sehr schwer hat, das zu antizipieren. Erschwerend kommt hinzu, dass die Bewegung derart schnell ausgeführt werden, dass die Reaktionszeit eigentlich zu kurz wäre. Das ist auch der Grund, warum selbst Profis bei Angriffen etwas nach hinten gehen, weil einfach mehr Zeit für die Wahrnehmung zur Verfügung steht.

Ich habe mir einmal ein paar aktuelle Videos auf diesen Punkt hin angeschaut. Es ist tatsächlich so, dass die Spieler sehr schnell ihren Schläger in ihre bevorzugte Neutralposition bewegen. Die Neutralposition ist bei jedem etwas anderst: Mal höher - Mal tiefer; Mal mehr vor dem Körper - Mal mehr seitlich dem Körper. Dieses Orientierung zur Mitte wird auch an der Beinarbeit sichtbar, wo sehr schnell versucht wird, die Grundstellung wieder zu erreichen. Das ist eine noch relativ neue Tendenz und persönlich kann ich das seit ein paar wenigen Jahren bei den Profis beobachten. Früher blieben die tendenziell dort stehen, wo sie sich gerade befunden haben und liefen erst, nachdem sie den Ball antizipiert haben. Natürlich spielten die Europäer auch noch nicht so tischnahe wie heute.

Ein extremes Beispiel für eine Schleifenbewegung, die von fast allen Top-Spielern angewendet wird, ist beim harten Topspin gut zu beobachten. Da ist soviel Beschleunigung drin, dass die Schlägerhand fast automatisch diese Schleifenbewegung ausführt und die Hand dadurch schneller wieder in die Neutralposition zurückkehrt.

Gruss
Martin
__________________
TIBHAR Superdefense 40 0.9 mm | STIGMA Fliesberg | NITTAKU Super DO Knuckle OX
Mit Zitat antworten