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Alt 14.08.2005, 18:15
[AG] [AG] ist offline
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AW: Leichtathletik WM in Helsinki

Zitat:
Zitat von mithardemb
Ich würde mich mal für einen fachlich fundierten medizinischen Bericht interessieren, der das mit der genetischen Veranlagung unterstreicht, weiß da jemand was.
Es gibt 3 verschiedene Muskelfasertypen:

1. FT-Fasern (fast-twitch):

- schnelle, dicke, weiße/helle Muskelfasern
- beansprucht bei schnellkräftigen, intensiven Muskelbelastungen
- reich an energiereichen Phosphaten (ATP und KP) und Glykogen
- reich Enzymen der anaeroben Energiegewinnung
- versorgt von schnell leitenden Nervenfasern (dekontinuierliches Impulsmuster)

2. ST-Fasern (slow-twitch):
- "langsame", dünne, rote/dunkle Muskelfasern
- beantsprucht bei Muskelarbeit von geringerer Intensität
- ebenfalls reich an Glykogen
- reich an Enzymen der aeroben Energiegewinnung
- viele Mitochondrien, weniger Zytoplasma
- versorgt durch langsam leitende Nervenfasern (kontinuierliches Impulsmuster)

3. Intermediäre Fasern :
- bei ihnen ist eine Entwicklung hin zu FT- oder ST-Fasern möglich


Zusammenfassung :
- der prozentuale Anteil der verschiedenen Muskelfasertypen ist genetisch festgelegt
- beim "geborenen" Sprinter überwiegen die FT-Fasern
- beim "geborenen" Langstreckler überwiegen die ST-Fasern
- durch Training ist die ererbte Verteilung von FT- und ST-Fasern nicht
zu beeinflussen, aber ihr Entwicklungsgrad und ihr Volumen



Zusätzlich ist es so, dass die Ostafrikanischen Länder im Hochland liegen und die Läufer somit "von Natur aus" mehr Hämoglybin (rote Blutkörperchen) haben und dadurch mehr Sauerstoff an den Eisenatomen anlagern können um sie zu transportieren.

MFG [AG]
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