Zitat:
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Zitat von Hogar
Ich habe festgestellt, dass sich viele Jugendliche begeistern können, wenn sich nur intensiv um sie bemüht wird.
Dabei spielen die Regeln m. E. eine untergeordnette Rolle, es liegt vielmehr in der Person der Trainer, Betreuer, Übungsleiter.
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Der Ansatz hier ist ein anderer (falscher?), als die der Funktionaere (ob ITTF, DTTB oder sonst wer). Dort nimmt man an, dass der wichtigsten Faktor fuer die Popularitaet einer Sportart die oeffentliche Darstellung ist. Wenn eine Sportart nicht bereits eine sehr breite Masse bewegt, besteht diese "Oeffentlichkeit" dann mehrheitlich aus Menschen, die diesen Sport noch nicht wirklich kennt. Demnach muss eine "Randsportart", die wachsen will, auf Menschen setzen, denen dieser Sport noch fremd ist. Aktive Rekurtierung des Einzelnen ist dabei viel weniger effektiv als eine interessante Darstellung gegenueber der Masse.
Dieser Ansatz mag fuer Aktiven, die bereits an dem Sport teilnehmen, unwuerdig, zynisch und absurd erscheinen. Im Endeffekt glaube ich aber, dass er logisch korrekt ist. Die Frage ist, wie weit die Aktiven bereit sind, sich fuer den Erfolg der Sportart zu "opfern". Die Opferung besteht darin, Aenderungen hinzunehmen, die Umstellungsstress bringen und ggf. den Sport fuer ihn persoenlich ein bischen weniger attraktiv machen (das ist ein sehr subjektives Urteil, welches zusammen mit dem Umstellungsstress sehr leicht gebildet wird - oft auch ohne Substanz). Auf brutale Weise kann man sagen, die bestehende Basis muss teilweise aufgegeben werden, um eine zukuenftig groesseren Basis zu erschliessen. Ich denke, man muss einsehen, das es anders gar nicht geht - nichts ist um Sonst, alles hat seine Kosten.
Dass hierbei viele Aktiven sich betrogen fuehlen, ist selbstverstaendlich. Aber gerade in der heutigen Welt soll man doch verstehen koennen, dass Aenderungen (um nicht euphorisch "Forschritt" zu sagen) zwangslaeufig sind und unvermeidbare Opfer bringen. Fuer den Einzelnen ist Akzeptanz und Anpassung letztendlich doch der beste Weg, damit umzugehen.