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Zitat von henrypijames
Der Ansatz hier ist ein anderer (falscher?), als die der Funktionaere (ob ITTF, DTTB oder sonst wer). Dort nimmt man an, dass der wichtigsten Faktor fuer die Popularitaet einer Sportart die oeffentliche Darstellung ist. Wenn eine Sportart nicht bereits eine sehr breite Masse bewegt, besteht diese "Oeffentlichkeit" dann mehrheitlich aus Menschen, die diesen Sport noch nicht wirklich kennt. Demnach muss eine "Randsportart", die wachsen will, auf Menschen setzen, denen dieser Sport noch fremd ist. Aktive Rekurtierung des Einzelnen ist dabei viel weniger effektiv als eine interessante Darstellung gegenueber der Masse.
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Dass hierbei viele Aktiven sich betrogen fuehlen, ist selbstverstaendlich. Aber gerade in der heutigen Welt soll man doch verstehen koennen, dass Aenderungen (um nicht euphorisch "Forschritt" zu sagen) zwangslaeufig sind und unvermeidbare Opfer bringen. Fuer den Einzelnen ist Akzeptanz und Anpassung letztendlich doch der beste Weg, damit umzugehen.
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Hier ist m.E. der Ansatz von ITTF / DTTB falsch. Zum Einen sieht man, daß der krampfhafte Versuch, sich zurechtzubiegen, überhaupt nichts gebracht hat. Zum anderen ist unsere Situation nach meiner meinung auch völlig untypisch zu den meisten anderen Sportarten. Ich denke, daß gerade beim Tischtennis der von Hogar erwähnte Faktor, wie sich Vereine und deren Verantwortliche in der Jugendarbeit präsentieren die größte Rolle spielt.
Das hat mehrere Gründe:
1. Tischtennis ist kein Faszinationssport wie F1, Skispringen, Radrennen oder Boxen etc. , es fehlt der Nervenkitzel, ob es schwere Verletzungen geben wird und fehlt die lautstarke Stimmung, die akustisch zeigt, wie toll das Ereignis ist.
2. Tischtennis ist kein TV-Sport, Ball, Rotation, Geschwindigkeit und technische Fertigkeiten sind so gut wie nicht erkennbar. Selbst dann, wenn der Ball 50 mm groß ist und die Sätze nur noch bis 3 gehen.
3. Der Anteil der Jugendlichen, die beim Tischtennis wenigstens mal reingeschnuppert haben ist recht hoch. Leider gelingt es den meisten Vereinen nicht besonders gut, diese Jugendlichen auch zu halten. Oft entscheiden sich die Kids dann für andere Sportarten oder für die Disco, weil zu wenig geboten wird.
An allen genannten Punkten kann auch ein hochmotivierter Shararararararara nichts ändern. Ich fürchte nur, er wird es weiter probieren.