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AW: Unten ist's am schwersten?
Will auch noch meinen Senf dazugeben.
Das Problem ist doch, dass auf Kreisebene mittelalte bis alte Autodidakten auf junge Spieler treffen, denen im Training beigebracht wurde, dass Schupfen bäh ist. Jeder halbwegs lange Ball ist anzuziehen wurde ihnen gesagt. Und so sieht die klassische Spieleröffnung eines Jugendlichen im ersten Seniorenjahr aus: Hoher Ballwurf (wie die Profis), Aufschlag mit Seit- und Unterschnitt aus der Rückhandecke auf meine Rückhand, und im Kopf ist der Jugendliche voll darauf programmiert, den Return mit der Vorhand (frischgeklebt, 2,5 mm, schnelles Holz) saftig zu ziehen. Meine Antwort: Ich attackier den Aufschlag auf seine Rückhand, worauf er gar nicht vorbereitet ist, oder ich lege kurz auf die Vorhandecke ab (da kommt er kaum hin, muss schupfen), oder ich hacke so rein, dass er mit hoher Wahrscheinlichkeit ins Netz zieht und und und. Ich weiß ja, welchen Ball er als zweiten spielen will und habe alle Möglichkeiten, ihm diese simple Taktik zu durchkreuzen.
Oder um es kurz zu machen: Routine schlägt Talent, bis das Talent gelernt hat, seinen Kopf zu benutzen. Von daher ist Kreisliga/Kreisklasse eine gute Schule.
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