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Alt 24.08.2005, 21:38
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martinspin martinspin ist offline
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martinspin ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Wieso spielen OFF-Spieler in der Regel "klassische" Hölzer ?

Hoi zäme

@JanMove
In einem Punkt irrst du gewaltig: Balsahölzer sind sehr kopflastig. Wegen des leichteren Gewichts hat der Belag einen prozentual höheren Anteil an der Kopflastigkeit. Genau diese Mischung von extremer Kopflastigkeit und leichter Bauweise passt mir überhaupt nicht.

@all
Habe ein das R-I-Holze Slimline All ziemlich genau getestet. Hier nochmals kurz meine Eindrücke.

Zitat:
Kontrolle in absteigender Reihenfolge:
Spiel in die Winkel ......................... 4.5
Spiel mit kurzen Bällen.....................4.0
Spiel aus der Distanz.......................4.0
Spiel mit steiler Bewegungsebene.......3.5
Beidseitiges Spiel...........................3.0
Spiel mit flachen Bällen...................3.0

Fazit
Mit dem Holz können wunderbar die Winkel präzise angespielt werden, eine der grossen Stärken dieses Holzes. Die Eignung sowohl für das Kurz-Kurz-Spiel als auch fürs Spiel aus der Halbdistanz lässt auf Eignung des Holzes für ein beidseitiges Spiel mit US-Verteidigung, wobei der Verteidiger immer wieder zum Tisch vorrücken muss, schliessen. Mit diesem Holz sind sehr gefühlvolle, spinnig und kurze AS möglich. Das Holz eignet sich fast logischerweise für das späte Treffen (fallende Phase) des Balls und das flache Returnieren. Sofern der Ball nicht zu spät getroffen wird, sind Gegenangriffe sehr gut möglich. Mir scheint, dass wegen des flache Ballabsprung das Holz für ein grundsätzliches Topspinspiel aus der Halbdistanz nicht sonderlich geeignet ist. Was auch etwas auffällt, ist die Schwierigkeit, die Länge der Bälle zu kontrollieren. Das deutet darauf hin, dass das Holz für Material ideal sein könnte, bei dem mehr Wert auf Schnittumkehr wie auf lange Balle zur Grundlinie gelegt wird.

Eignung
Das Slimline All könnte ein Holz für einen defensiven Materialspieler sein, der aus der Halbdistanz beidseitig die Bälle mit extremen Winkeln flach verteilt und mit schnellen Gegentopsin oder Schüssen die Initiative ergreift.
Soviel zur Beurteilung, die ich recht objektiv finde. Wenn ich das nochmals durchlese, fallen mir einige Ungereimtheiten aus:

1. Widersprüchling finde ich die Eignung sowohl für das Kurz-Kurz-Spiel wie das Spiel aus der Distanz?
2. Aufschläge gelingen sehr präzise und spinnig und andererseits eignet sich das Holz für steile Bewegungsebenen?
3. Das Holz eignet sich für US-Verteidigung oder Rotationstopspins und doch ist der Ballabsprung sehr flach?
4. Das Holz eigenet sich für Bälle aus der Halbdistanz und trotzdem ist die Länge der Bälle schlecht kontrollierbar?

Wie schon erwähnt wurde, sind diese Hölzer nicht für ein klassisches Angriffsspiel geeignet und haben ihre Stärken klar in Verbindung mit Material. Das lässt dann auch allen "verkorksten" Spielweisen Tür und Tor offen, denn die Leute wissen wahrscheinlich selber oft nicht genau, was aus dem Schlag letztlich resultiert. Ist irgendwie ähnlich wie das Spiel mit LN.

Gruss
Martin
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