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Zitat von Rudi Endres
Lässt man den gesundheitlichen Aspekt mal außen vor, so sind es nicht die Regeln oder Regeländerungen, die TT unattraktiv gemacht haben, sondern das ständige Wettrüsten.
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Das ist mir neu. Ich wusste noch gar nicht, dass Tischtennis vor den Änderungen attraktiv war.

Wenn es nach den SpielerInnen geht, sind einige Regeländerungen zumindest überflüssig. Aus ihrer Sicht hat Tischtennis wohl schon an Attraktivität eingebüßt. Und die Berichterstattung war ja durchaus ambivalent. Also kein gutes Bild in der Öffentlichkeit, was im Sinne der Attraktivität ebenfalls eine Rolle spielt.
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Zitat von Rudi Endres
Immer schnellere Materialien werden kein für den Laien sehenswertes Spiel mehr aufkommen lassen.
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Was ist attraktiv? 10.000x hin und her schieben? Tischtennis ist was für Extreme:Tempofanatiker, Taktiker etc.. Schließlich ist es auch ein, bezogen auf die Reaktionszeit, "unmögliches" Spiel. Entscheidend aber ist, dass der Gegenbeweis, nämlich dass ein langsameres Tischtennis attraktiver ist, bisher aussteht, da es bislang nicht gelungen ist das Spiel zu verlangsamen. Obwohl...aus dieser Behauptung lässt sich folgern, dass in unteren Klassen attraktiveres Tischtennis gespielt wird als in den höheren Spielklassen. Es ist ja langsamer!
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Zitat von Rudi Endres
Wir brauchen eine Positivliste, die exakt bis in die kleinsten Details formuliert, was materialmäßig erlaubt ist und damit weitere technische Entwicklungen nur noch in diesem Rahmen zulässt.
Sonst wird das Hase - Igel Spiel ewig so weiter gehen. Jede Regeländerung wird durch die Materialentwicklung ausgeglichen werden.
Für uns bedeutet dies immer höhere Preise.
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Also, erstens haben wir schon eine Positivliste, sprich Zulassungsliste. Was die Details angeht, erinnert mich deine Regelungswut an den sozialistischen 5-Jahresplan? Wo hat das noch einmal hingeführt?

Eben. Man kann Entwicklung nicht verhindern, nur behindern und das mit Folgen: "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben." Drittens zu deiner Behauptung, dass jede Regeländerung durch Materialentwicklung ausgeglichen wird: meine Erfahrung sagt, dass die 40 mm- Bälle nicht so haltbar sind wie die 38er- Bälle. Entscheidend gegen deine Behauptung spricht aber, dass die neue Zählweise zumindest bisher keine Materialanpassung (lässt man die marginale Änderung der Zählgeräte einmal außer Acht) nach sich gezogen hat.
Zu den höheren Preisen, habe ich noch einen Gedanken: Hier handelt es sich um eine Allianz zwischen Industrie und Verbänden. Ohne neue Regeln, ersetzen die meisten SpielerInnen ihre Beläge nur nach Bedarf. Durch die ständigen Regeländerungen wird viel mehr ausprobiert. Das steigert den Umsatz!