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Zitat von mithardemb
Also um das nochmal zu wiederholen. Ein TT-Profie orientiert sich bei der Vereinswahl natürlich stark an monetären Aspekten - ähnlich wie das jeder Arbeitnehmer tut. Ich bekenne mich selbst zu der "Gier", daß sich mich bei der Berufs- und Arbeitgeberwahl am Geld orientiere. Spielt das bei dir gar keine Rolle? Was ist denn unmoralisch an Olga Nemes Wahl? Hat der Verein etwa Dreck am Stecken? Daß sie den Namen des Vereins nicht kennt ist sicher nicht rühmlich - aber was ist daran unmoralisch?
Die Ehrlichkeit steht dabei sicher nicht zur Debatte. Olga Nemes war so ehrlich ihre Motive offen zu legen.
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Wenn die monetären Aspekte zum zentralen oder gar einzigen Entscheidungspunkt bei der Jobwahl werden, dann ist das Scheitern vielfach vorprogrammiert, denn die Erwartungen von Arbeitgeber und -nehmer lassen sich dann in den seltensten Fällen dauerhaft in Einklang bringen. Das gilt für den Sport genauso wie für jeden anderen Job, ziemlich egal, ob es den Tellerwäscher oder den Vorstandsvorsitzenden betrifft.
Ich denke da z.B. an diverse Fußball-Altstars, die im Spätherbst ihrer Karriere bei einem ehrgeizigen Zweitligisten oder in der Regionalliga für gutes Geld unterschreiben und für sich wahrscheinlich die Zielsetzung haben eine der Klasse entsprechende Leistung abzuliefern. Der ehrgeizige Vereinspräsident denkt allerdings mehr an das Leistungsniveau, das diese Spieler zu ihren besten Zeiten auszeichnete. Das Ende vom Lied: der Verein kann seine ambitionierten Ziele so nicht erreichen, der gutgläubige Spieler steht plötzlich als Abzocker da, der nur an sein Salär und sonst an nichts denkt...
Wie die einzelnen Fälle zu beurteilen sind, da entscheiden Nuancen. Und wie in diesem Zusammenhang die Tatsache zu beurteilen ist, daß man seinen Verein nicht mit Namen benennen kann, ist mehr als nur ein schlechtes Indiz. Aber spätestens in zwölf Monaten wissen wir alle mehr......