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Zitat von Jaskula
Man könnte aber auch akzeptieren, daß TT keine TV-Sportart ist und sich in den Hallen um den Nachwuchs bemühen. Ist aufwendiger, kann aber auch Spaß machen.
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Die allgemeine Ansicht in diesem Forum lautet:weniger Regeländerungen und mehr Jugendarbeit.
Ich trainiere oder betreue seit 30 Jahren kostenlos Kinder und Jugendliche.
Ein Drittel der Vereine im Kreis hat jedoch keine Nachwuchsmannschaften mehr. Im Beruf wird Mobilität verlangt. Es wird daher immer schwerer Betreuer zu finden, die regelmäßig zu festen Zeiten in den Hallen anwesend sein können. Hinzu kommt das schlechte Image unserer Sportart. Ein Tischtennisfunktionär kann keine öffentliche Anerkennung erwarten, höchstens ein mitleidiges Lächeln. Irgendwie muss dieser Teufelskreis durchbrochen werden.
Ich glaube daher:
- das Wettrüsten in Richtung immer mehr Speed und Spin muss beendet werden;
- man sollte den Spielern das Reagieren erleichtern und geeignete Maßnahmen
ausführlich testen => längere Ballwechsel;
- der DTTB sollte sich mehr um die Funktionärsausbildung kümmern und den Vereinen entsprechende Hilfen gewähren (z.B. Musteranträge, Musterpresseberichte, Finanzplanung, Motivierung von Mitarbeitern.......). Ohne gute Vereinsfunktionäre gibt es keine Stabilität, keine neuen Ideen, keine Nachwuchsarbeit, keine guten Spieler.
Im Tischtennis ist es leider wie in der Politik. Jeder Vorschlag wird sofort zerredet und verwässert, bis schließlich in der Praxis das genaue Gegenteil erreicht wird. Das Scheitern wird dann den Reformern angelastet und als Argument gegen weitere Reformen verwendet.
Beispiel gefällig: Der 40 mm - Ball hat nichts gebracht. Richtig! Aber doch nicht, weil die Idee schlecht war, sondern, weil man das Wettrüsten nicht rechtzeitig gestoppt hat. Folgerung: die ITTF braucht ein Gesamtkonzept. Trotzdem kann man die Auswirkungen von Maßnahmen nie absolut sicher voraussagen. Ein Restrisiko bleibt und das sollte man in Kauf nehmen.