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Zitat von Frank Schmidt
Ob Skov mit Verletzung hinten so viel gerissen hätte sei auch mal dahingestellt. Mit einem Bandscheibenvorfall gewinnt man hinten auch nicht automatisch.
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Krankheitswert hat ein Bandscheibenvorfall nur, wenn zusätzlich ein neurologischer Befund vorliegt und der Patient darunter leidet.
Ist dies der Fall, grenzt es schon an ein medizinisches Wunder mit einem Bandscheibenvorfall drei Spiele zu bestreiten und dabei einen kräftigen Topspin nach dem anderen zu ziehen und sehr schnell auf den Füßen zu sein - was ist das für ein Wundermittel, das solche Bewegungsabläufe zulässt?
Üblich ist bei einem schmerzhaften Bandscheibenvorfall zunächst die Wirbelsäule durch Bettruhe zu entlasten. Ergänzend kommen medikamentös Ibuprofen, Diclofenac (Voltaren), Indometacin oder COX-2-Hemmer zum Einsatz. U.U. haben auch Kortikosteroide (Kortison) eine entzündungshemmende, abschwellende (= antiphlogistische) Wirkung.
Vor einer Operation angewandt wird häufig auch die peridurale Infiltration (PDI) bzw. die periradikuläre Therapie (PRT). Hier werden unter computertomographischer Kontrolle schmerzstillende, entzündungshemmende und gewebsverödende Medikamente millimetergenau an die schmerzende Nervenwurzel verabreicht.
Ich bezweifle, dass man mit einem schmerzhaften Bandscheibenvorfall noch Hochleistungssport betreiben kann.