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Alt 06.09.2005, 07:42
hermano hermano ist offline
Taktiker
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hermano ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Schröder wählen ist Quatsch!

Zitat:
Zitat von Keyser Soze
doch, das tust du, denn ich hab lediglich geschrieben, dass es sinnlos sei schröder zu wählen, wenn man dann einen kanzler/minister schröder erhofft, denn diesen wird es nicht geben

ich habe sogar ausdrücklich darauf hingewiesen, dass - wer eine große koalition wünscht - natürlich spd wählen muss!

genau dazu ist das thema doch da: zur aufklärung der tatsache, dass schröder nur noch werbung für sich macht, um eine große koalition zu erreichen ...unschön ist nur, dass er es nicht zugibt

--> deshalb machte er sich ja auch so unglaubwürdig, als er im tv-duell mehrfach erwähnte: "er würde die wahl gewinnen", "rot-grün würde einen weiteren auftrag erhalten", usw.
Was mich an dem ganzen aufregt, ist diese Taktiererei. Wenn es nach mir ginge, dann gäbe es gar keinen Wahlkampf, es werden nur die Programme veröffentlicht und die Leute sollen anhand dessen entscheiden, was ihnen am besten gefällt und am Ende sieht man, wer die Mehrheit hat. Alleine schon wenn ich höre, daß "um Stimmen gekämpft" wird. Ja meine Güte, die Parteien machen ein Angebot: Wenn ihr uns wählt gibt es das und das; wenn ihr das wollt, wählt uns, ansonsten eben nicht. Leider wird das wohl niemals klappen, alleine schon weil sich zu viele Menschen zu wenig mit Politik beschäftigen.
Es gibt die Parteien nun mal nur als Komplettangebot. Jeder muß wissen, daß bei einer Stimmabgabe für die SPD halt nicht nur Schröder gewählt wird, sondern auch Eichel, Clement und was weiß ich wer, genauso wie die CDU/CSU nicht nur aus Merkel besteht, sondern auch aus Beckstein & co. Und das Parteiprogramm gibt es als Zugabe obendrauf. Man wählt eine Partei, und nur wenn diese Partei auch die Mehrheit hat, wird ihr Spitzenkandidat auch Kanzler.
Jetzt hinzugehen und zu sagen: Es lohnt sich nur, SPD zu wählen, wenn man das Programm will, nicht aber Schröder, ist völlig überflüssig. Und das "Schreckgespenst" einer großen Koalition an die Wand zu malen, na ja ...
Es kommt mir ein bischen so vor wie in den USA, wo die Wähler von Nader beschuldigt werden, den Wahlsieg von Bush ermöglicht zu haben, weil sie Kerry (oder auch Gore vier Jahre vorher) die Stimmen weggenommen haben.
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