Zitat:
|
Zitat von Luke88
Meine Meinung ist trotzdem das die reichen etwas mehr abdrücken können als die "normalen". und dabei wird meine Meinung bleiben.
|
so ist es ja auch ...und zwar bei jeder partei (abgesehen vielleicht von npd oder einigen sinnlos-parteien, aber damit wollen wir uns gar nicht erst befassen)
Zitat:
|
Zitat von Luke88
und nun sag mir bitte welche meiner Zahlen nicht stimmen.
|
ich wiederhole mich ja ungern, aber hier nochmal der text aus dem link von oben: lies es einfach gründlich, dann ist es klar, wo dein denkfehler steckt!
--------------------------------------------------------------------------------
...denn diese suggerieren dem wähler anhand von tollen "chefarzt-krankenschwester-beispielen", dass bald alle gleichviel zahlen müssen ...das ist aber selbverständlich nicht der fall
---> denn 1.) hieße selbst ein einheitlicher steuersatz von z.b. 25%, dass der chefarzt mit dem 10-fachen einkommen auch zehnmal so viel steuern zahlt (diese eigentlich logische tatsache versucht man mit oben genannten beispielen geschickt zu umgehen)
---> und 2.) ist auch im kirchhof'schen modell eine progression vorhanden ...hier ein auszug: Jedem Steuerpflichtigen steht ein jährlicher Grundfreibetrag von 8000 Euro zu. Die nächsten 5000 Euro werden zu 60, die folgenden 5000 zu 80 Prozent besteuert. ...d.h. im klartext, dass man nur eine steuersatz-prozentzahl hat, dafür aber die niedrigen einkommen nicht voll besteuern muss ...ob das nun vor- und nachteile für bestimmte einkommens-gruppen bringt, möchte ich hier nicht beurteilen ...auf jeden fall zahlt jemand mit 18.000 Euro jahreseinkommen natürlich auch unter kirchhof nicht 25% steuer, sondern in diesem fall nur (8.000*0% + 5.000*60% + 5.000*80%) * 25% = 7.000*25% = 1750 = 9,72%
fazit:
i) eine einheitliche steuer (gleicher betrag für alle) ist völliger quatsch
ii) ein einheitlicher steuersatz (gleiche prozente für alle) ist auch noch quatsch
iii) jedes modell ohne progession ist ungünstig (nicht mehr quatsch, aber nicht toll)
--> das kirchhof'sche modell fällt nicht unter i) bis iii) und ist deshalb kein quatsch und auch nicht augenscheinlich ungünstig ...ob es toll ist, müssen die experten beraten...
--------------------------------------------------------------------------------
--> falls das wort unklar ist: "progression" bedeutet, dass der gutverdiener nicht nur absolut gesehen mehr steuern zahlt, sondern auch prozentual gesehen
...wie im beispiel erklärt, hätte
der 18.000-euro-verdiener ca. 9,72% steuern (1.750 euro) zu zahlen
der 78.000-euro-verdiener ca. 21,47% steuern (16750 euro)