Das ist imho nicht richtig!
Eine Risiko-Haftpflichtversicherung ist auch solidarisch. Jeder bezahlt den gleichen Betrag, aber das Gesamt-Risiko wird eben von dieser Solidargemeinschaft der Beitragszahler getragen. Dabei gibt es viele, die nur zahlen und nichts empfangen - und es gibt einige, die viel bekommen und relativ wenig bezahlen.
Das irgendjemand mehr bezahlen muß als ein anderer mag für den ein oder anderen solidarisch sein, hat aber mit dem wirtschaftsökonomischen Prinzip der Solidarität erstmal nichts zu tun.
Warum man die Sozialsysteme also nicht mit Pauschalen und den "solidarischen Ausgleich" nicht prinzipiel über Steuern (die Steuersätze müßten dann natürlich weiter auseinander gehen) wie eben das uns jetzt bekannte Stufenmodell machen kann, will mir nicht einleuchten.
Und noch was anderes. Medien und der ein oder andere Bürger verlangt von der Politik, dass Wege aus der Krise aufgezeigt werden sollen. Hierzu sollen Ziele und Ergebnisse aufgezeigt werden, wie dass zu bewerkstelligen ist. Hierzu ist ein Mann mit den Vorkenntnissen eines Kirchhof's genau der richtige. Mit seiner Erfahrung an Uni, Wirtschaft und Verfassungsgericht weiß er doch genau, wo die Probleme liegen und welche Visionen wir brauchen, um das ganze Land voranzubringen. Seine "Visionen" werden dabei genauso Mißverstanden und bewußt Mißinterpretiert wie das "5-DM-Benzin" der Grünen damals. Jedenfalls habe ich bei ihm mehr den Eindruck, dass er weiß, was er tut, als bei Kassenwart Eichel.
Und noch mal zum Fernsehduell. Was wir gesehen haben war ein ganz rechter SPD-Mann Schröder, der keineswegs die SPD hinter sich weiß. Schröder ist eben ein Mann der Mitte (also rechts von der SPD), dem die Partei dabei keineswegs folgt. Wenn man nur Schröder wählen müßte, wäre mir gar nicht so bange. Aber die Eichels, Lafontaine-Enkels, Scharpings usw. machen mir weit mehr Sorgen als der Kanzler! Warum waren denn Neuwahlen nötig?
Zitat:
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Zitat von Jaskula
Du bist echt die Krönung.
Der Einzige, der versucht, andere hier für dumm zu verkaufen, bist Du.
Wenn von Steuersatz die Rede ist, egal ob Kirchhof oder Stufenmodell oder Progression, dann werden eben Freibeträge nicht berücksichtigt.
Diese existieren aber jetzt auch schon, so daß die aktuellen Werte von 15 bis 42 % auch nicht real bezahlt werden. Das ist also allgemeiner Sprachgebrauch in diesem Bereich, kein Versuch Leute zu verwirren. Kirchhof und die Union selbst sprechen genauso von einheitlichem Steuersatz.
=> Du leidest also unter SPD-Vervollgungswahn, mein Lieber.
Und jetzt noch die Kopfpauschale:
Es ist eine Pauschale ! Somit zahlt jeder den gleichen Betrag.
Die Krankenschwester genau die gleiche Menge Euros wie der Chefarzt.
Nur dann, wenn man als bedürftig eingestuft wird, erhält man Beihilfe.
Bei wem das der fall ist, wieviel das dann ist, wer das bezahlen soll und was man tun muß, um das nachzuweisen ist alles offen. Politik aus einem Guß eben.
Und wenn Du mir jetzt mit dem oberschlauen Argument kommen willst, daß der Chefarzt durch seine höheren Steuern einen höheren Beitrag leistet, dann gehörst Du entweder zu den ganz Blöden, die nicht merken, daß man sie verarscht oder Du versucht absichtlich Unsinn zu verbreiten.
Ganz deutlich: Höhere Steuern entbinden ein Mitglied unserer Gesellschaft nicht von der Pflicht, einen solidarischen (wer mehr hat zahlt mehr) Beitrag zur KV zu zahlen. Das Kopfpauschalen-Modell verabschiedet sich vom solidarischen Prinzip bei der KV, das hat mit Steuern nichts zu tun.
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