Sonett auf den Spin
Es dreht bei meinem Sport, sich alles nur um Ihn.
Ich lieb des Balles Bahn, wie sie sich zieht dahin.
Wenn sich der Topspin senkt und noch den Tisch bespringt,
dann fliegt in hübscher Kurv´, das Zelluloid geschwind.
Der Klang meines Belags, zuvor gut präpariert,
der macht, daß Freude mir, aus meiner Hand gebiert.
Und alle meine Sinn´, wie Leib und Ohr und Aug´,
die üben Treue Dir, Du Spin bist mir vertraut.
Es fragt sich mancher schon, was ich nur an Dir mag.
Es ist der Tanz in Luft und auf dem Tische kalt
des Wesens schwerelos, das ich zu lieben wag.
Der Ball ist Dir ein Leib, Du wirst stets neu geborn
und Deine Wirkung macht vor andren auch nicht halt.
Ich hab Dich Spin so gern, ohn Dich bin ich verlorn!