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Alt 09.09.2005, 22:43
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AW: Verbandsklasse Nord 2005/2006

Ein Interview vom Kapitän Kappe heute in der Zeitung!!!




"Ich will doch nicht herumeiern"

Dieses Team ist von besonderem Schlage: Wenn der TV Bad Rappenau heute, 18 Uhr, mit einem Heimspiel gegen den FC Hettingen in die Saison der Tischtennis-Verbandsklasse Nord startet, können die Fans einiges erwarten. "Wir sind stark besetzt", sagt Kapitän Kai Kappe (36) im Gespräch mit Eric Schmidt.






Alles im Griff: Kai Kappe und der TV Bad Rappenau haben sich auf die neue Tischtennis-Saison gewissenhaft vorbereitet. (Foto: Klaus Krüger)



Herr Kappe, mal ganz ehrlich: Wären Sie mit Platz drei am Ende dieser Saison zufrieden?

Kai Kappe: Ne!
Warum nicht?
Kappe: Weil wir aufsteigen wollen! Wir wollen Erster werden!
Das sind ja ganz neue Töne beim TV Bad Rappenau. Wie kommt's?
Kappe: Ich bin jetzt sieben Jahre bei diesem Verein. Als ich gekommen bin, ist die Mannschaft gerade von der Kreis- in die Bezirksklasse aufgestiegen. Dann ist man durchmarschiert in die Bezirksliga und hat mit dem alten Team noch den Aufstieg in die Verbandsklasse geschafft. Dort hatten wir das Glück, dass wir zwei starke Spieler hinzu bekommen haben: Zum einen Gabriel Tschunko, einen jungen Spieler mit einem Riesenpotenzial; und zusätzlich eine neue Nummer eins: Gerd Chrzanowski, der in Deutschland 2. Bundesliga gespielt hat. So konnten wir als Aufsteiger den Klassenerhalt schaffen.
Ziemlich souverän, oder?
Kappe: Wenn man sich die Ergebnisse genauer anschaut, hätten wir sogar aufsteigen können - wenn wir uns ein bisschen geschickter angestellt hätten. Gegen den TTC Ketsch, der als Tabellenzweiter aufgestiegen ist, haben wir ohne die Nummer eins und drei 6:9 verloren. Das sagt viel aus. Man hat gesehen: Da ist mehr möglich. Deshalb haben wir uns Gedanken gemacht. Bestärkt wurden wir vom neuen Präsidenten des TV Bad Rappenau. Der hat klipp und klar erkannt, dass das Vereinsleben nur eine Chance hat, wenn man ein attraktives Angebot, wenn man Ambitionen hat. Breitensport ist alles schön und gut, und er muss auch sein. Aber Breitensport gewinnt an Attraktivität, wenn Aushängeschilder da sind. Zum Beispiel mit einer starken ersten Mannschaft im Tischtennis.
Entsprechend haben Sie sich verstärkt, wie man hört.
Kappe: Wir haben einen Spitzenspieler "verpflichtet". Ferenc Türei, einen ehemaligen Profi aus Ungarn.
Wie kommt der TV an einen solchen Mann?
Kappe: Durch gute Kontakte, wie sie Gerd Chrzanowski hat. Außerdem waren wir bei der Job-Suche behilflich. Ferenc Türei arbeitet in Bad Rappenau, er wohnt hier. Er bekommt kein Geld fürs Tischtennis. Er bekommt nur das Trainergehalt, das ihm als Coach für die erste und für die Jugendmannschaft zusteht.
Es soll sogar ein zweiter Ungar Ihr Team verstärken. Stimmt das?
Kappe: Das ist korrekt. Er ist seit vorgestern für uns spielberechtigt. Gabor Podpinka.
Podpinka - das ist ein klingender Name im Tischtennis.
Kappe: Es ist der jüngere Bruder von Andras Podpinka, dem ehemaligen WM-Dritten in der Mannschaft. Gabor hat in Belgien in der 1. Liga und in Deutschland in der 2. Liga gespielt. Er war jetzt eine ganz Zeit lang nicht aktiv und ist deshalb spielberechtigt. Er kommt bei uns nur in den entscheidenden Spielen zum Einsatz.
Und jetzt belegt die ganze Mannschaft einen Volkshochschulkurs "Ungarisch für Anfänger?
Kappe: Ich kann Ungarisch. Ich sage Ihnen aber nicht welche Worte, die sind relativ beleidigend. Wir haben in der 4. Mannschaft jemanden, der perfektes Ungarisch spricht, den Thomas Schneider, der sich sehr stark engagiert. Aber Dolmetscherei wird es bei uns nicht geben. Ferenc hat sich relativ früh für uns entschieden und sich entschlossen, Deutsch zu lernen. Das hat er getan. Englisch werden wir mit ihm nicht reden. Wir haben striktes Englisch-Verbot.
Wer hat dieses Verbot verhängt?
Kappe: Ich. Wenn Ferenc hier leben will, muss er sich auf Deutsch verständigen können. Es schaut niemand darauf, ob dieses Deutsch fehlerfrei ist oder nicht.
Von ein paar Jahren waren Sie noch die Nummer eins im Team. Welche Nummer sind Sie jetzt?
Kappe: Durch den Zugang von Gabor bin ich nur noch die Nummer vier auf dem Meldeformular.
Fühlen Sie sich nicht etwas zurückgesetzt?
Kappe (lacht): Nein! Ich bin ja jetzt Mannschaftsführer. Aber im Ernst: Es wird die Zeit kommen, dass Gabriel Tschunko an mir vorbeizieht. Das wird eventuell schon diese Saison passieren, dann wäre ich nur noch die Nummer fünf. Das tut ein Stück weit weh, aber man freut sich natürlich auch, mit besseren Spielern an der Platte zu stehen. Ich spiele doch kein Tischtennis, nur um ein bisschen herumzueiern. Ich gehöre zu den Leuten, die sagen: So hoch wie es irgendwie geht.
Wie lief die Vorbereitung?
Kappe: Sehr gut. Wir haben nach der vergangenen Saison komplett durchtrainiert - ohne Pause.
Das heißt: Sie gewinnen heute Abend gegen den FC Hettingen?
Kappe: Da dürfte nichts passieren. Die Hettinger sind liebe Leute - aber wenn wir über sie stolpern, haben wir es nicht verdient.




Dann haben sie wohl nochmal zugeschlagen. Mit jetzt 3 Ausländern und Tschunko im hinteren Paarkreuz...tut mir leid MTG, dann seid ihr jetzt die Außenseiter.
Rappenau ist jetzt neuer Favorit... Es sei denn es gibt noch mehr verdecktes!

Mein Tipp:

Rappenau - MTG

Vorne: 4-0
Mitte: 2-2
hinten: 0-4 (oder 1-3)

Doppel: 2-2, wenn nicht sogar 3-1:

Da hatt der Mambo schon was gewusst und wollte einfach nicht raus damit!
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