@KeyerSoze:
Wir haben ja schon öfter über den von dir so genannten "Schauspieler" Gerhard Schröder diskutiert und ich sage es dir ganz frei von politischen Inhalten Gehard Schröder ist der Medienkanzler schlechthin, dies hat das Fernsehduell einmal mehr als deutlich gezeigt. Und scheinbar kommt das bei den Leuten gut an, wie die neusten Umfragen zeigen....
Eine Große Koalition scheint nicht mehr zu vermeiden. Ich hätte meine SPD lieber in der Opposition gesehen, als mit euch Konsavativen in einem Zweckbündnis. Dies scheiterte einmal mehr an der Überheblichkeit der Union, die die Wahlen mal wieder schon gewohnen hatten. Stichwort Stoiber, ich lach mich heute noch über den 6-Minuten Kanzler kaputt. Desweitern einfach an der Unfähigkeit der Union einen guten Wahlkampf zu machen. Stichwort Kirchhof und sein Steuersystem, dass defintiv das Ende des Sozial-Staates bedeuten würde.
Immerhin könnte die SPD in einer großen Koalition einige Vorhaben der Union, wie z.B. die Einführung der Kopfpauschale unterbinden. D.H. die Union könnte dann hoffentlich nicht alle ihre Wahlvorhaben durchsetzen, daher wäre eine große Koalition zumindest das kleinere Übel im Vergleich zu schwarz-gelb.
Ein weiterer Punkt, den ich ansprechen will: Seit ihr wirklich alle so naiv und fallt auf das Trauerbild das die Union von der BRD zeichnet herein. Wir sind Exportweltmeister und melden jährlich die zweitmeisten Patente an. Dann schaut euch doch mal unsere Nachbarländer an, haben die etwa keine Probleme mit ihrem Wirtschaftswachstum oder mit einfach hohen Arbeitslosigkeit? Möchte ihr wirklich von einer Kanzlerin im Ausland vertreten werden, die jahrlang Deutschland ein so schlechtes Zeugnis ausstellte und damit reine Opositionspoltik betrieben hat...
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Das Problem ist: Die Wirtschaft ist so extrem komplex geworden, wer kann da wirklich verstehen, ob eine Reform greift oder nicht? Das können nur diejenigen, die sich ausgiebig damit befassen. Ungefähr 0,2% der Wähler vermute ich. Der Rest bezieht sein politisches Wissen aus den Medien.
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@Flocke: Das Problem ist eine Mehrzeit der Wähler bezieht seine Meinung aus den Print-Medien, zu der ja auch meine Lieblingszeitung (*g*) zählt. Du hast natürlich total recht, die Wirtschaft ist derart komplex geworden, dass sie für uns Laien wirklich nicht mehr leicht zu verstehen ist.
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richtig, genau das will ich sagen! ...wer die SPD gut findet und eine große koalition bevorzugt, der muss selbverständlich auch so wählen! ...aber da schröder eh aus dem rennen ist, wäre es doch unsinnig, nur wegen des kandidaten diese partei zu wählen.
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Das ist genau die Überheblichkeit, die CDU/CSU 2002 den Wahlsieg gekostet hat....
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aufgrund der stimmlage ist schröder ja auch nur noch auf dem papier der spd-KANDIDAT ...in wirklichkeit ist hopfen und malz für IHN SELBST verloren, er macht nur noch werbung für seine partei! ...ist quasi der MARKETING-CHEF der spd, der sich nach der wahl zurückzieht.
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Ja,genau dieser Maketing Chef beschert uns jetzt dann wahrscheinlich die große Koaltion und verhindert, Gott sei Dank, Schwarz-Gelb. Schon seltsam, dass so ein Frührentner auf Abschiedstour der Union solche Kopfschmerzen beschert *g*
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Es kommt auf das Lebensgefühl an, dass uns vermittelt wird, auf das soziale Klima das gefördert wird.
Wer sich auf "Abendlandkultur" und der "Sicherung der - christlichen - moralischen Werte" zurückzieht, wird Deutschland außen- wie innenpolitisch ruinieren.
Aber das wird passieren und es werden harte Zeiten für Menschen die eine Minderheit bilden oder die sozial schwach sind..
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Da kann ich eigentlich nichts hinzufügen, außer
16 Jahre keine Unions-Regierung mehr - schön wärs... Aber 4 Jahre Merkel müssen da meinetwegen nicht dazwischen liegen!
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Dass Schröder in den USA nicht ernst genommen wird, oder kein hohes Ansehehen, etc. besitzt, liegt sicherlich nicht an seinem Auftreten, sondern daran, dass er Vorreiter von "Old Europe" war, also einer, der nicht mitgetanzt hat.....
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Und dass war eine seiner wichtigsten Entscheidungen in seiner 7jährigen Amtszeit, unter Ede würde ein Teil der BW jetzt nämlich immer noch am Golf stehen.
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Ich glaube auch nicht das Schröder im Ausland allzu ernst genommen wird. Zumindest kam das so rüber als ich zuletzt in den USA war.
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Die Amerikaner nehmen niemanden war außer sich selbst, diese selbstverleiten Idioten. Und wenn sie dann mal unvorhergesehen von einer Naturkatastrophe erfasst werden, benötigt die Wirtschaftsmacht Nr.1 Hilfsgüter aus Old Europe, dass ist einfach nur erbärmlich.
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--> deshalb machte er sich ja auch so unglaubwürdig, als er im tv-duell mehrfach erwähnte: "er würde die wahl gewinnen", "rot-grün würde einen weiteren auftrag erhalten", usw.
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Also hör mal, jetz bist du aber naiv. Soll Schröder etwa sagen, Jungs und Mädels, ich hab zwar selbst keine Chance mehr Kanzler zu werden, aber ich beschere meiner Partei als Abschiedgeschenk jetzt noch die große Koalition. Das war wahlkampfstrategisch ziemlich unklug *g* Außerdem muss er doch als Spitzenkandidat bis zuletzt an den Sieg glauben.
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Die neuesten Umfragen ergeben eine Mehrheit für rot/rot/grün und wer noch irgendeinem Politiker glaubt, er koaliere nicht mit irgendwem, der träumt. Wenn das für Schröder die einzige Möglichkeit ist, Kanzler zu bleiben, macht er halt Lafontaine zu seinem Wirtschaftsminister und Gysi übernimmt die innere Sicherheit.
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Stärkste Partei wird die CDU und deshalb könnte er in einer großen Koalition (welche Sch...) auch nicht Kanzler werden, und Minister unter Merkel wird er nie. Also entweder schwarz/gelb, schwarz/rot ohne Schröder oder rot/rot/grün mit Kanzler Schröder, wobei sich die Kräfte immer mehr zu letzterem verschieben.
Vielleicht bin ich ja jetzt in diesem Fall naiv, aber ich galube dass das Verhältnis Gerd - Oscar so verrüttet ist, dass es niemals zu rot-rot-grün kommen wird. Die PDS-Linke wird nicht an die Regierung kommen, ich hoffe es zumindest und das als bekennender Linker!
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Desweitern solltet ihr euch mal die Teams hinter Merkel und Schröder anschauen. Wollt ihr wirklich Beckstein als Innenminister, um nur ein Beispiel zu nennen. Nicht wirklich, oder?
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Ich muss mich auch korigieren. Ich hatte vor einiger Zeit gesagt, dass sich die beiden großen Volksparteien nur noch um Nuancen unterscheiden. Diese Aussage nehme ich hiermit zurück. Dieses These von ist schon etwas älter. Die Politik von Rot-Grün war zu dieser Zeit wirklich sehr liberal. Im Wahlkampf präsentiert sich die SPD nun jedoch wieder so wie mir das vorschwebt, als moderne Linkspartei. Ich halte den 18.09 wirklich für ein sehr wichtiges Datum. Entweder wir gehen weiter auf dem richtigen Weg und führen die nötigen Reformen mit der Agenda 2010 durch oder wir werden Deutschland in der Zukunft nicht mehr als Sozial Staat betrachten können, ich hänge dies jetzt einfach mal an den sogenannten "Visionen" (ich lach mich tot) von Prof. Kirchhof auf, der übrigens ein rechts konsavatives Weltbild hat, dass ungefährt dem der 50er Jahre in D. entspricht und Sozial ist defintiv nicht was Arbeit schafft, um einmal auf einen Wahlspruch der CDU einzugehen. Da geb ich mich doch noch lieber mit einer stagnierenden Wirtschaft zufrieden, bevor derartige Gleichungen aufgestellt werden.
Es leben die 68er!