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Alt 10.09.2005, 19:52
pilatius2 pilatius2 ist offline
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pilatius2 ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Schröder wählen ist Quatsch!

Zitat:
Ja ok, da geh ich mit...genau wie bei Friedrich Merz!
Gut, das ist schon mal der erste Punkt indem wir uns einig sind. Merz und Wullf sind übrigens auch die einzigen beiden Poltiker der Union die über die rethorischen Fähigkeiten und das Carisma verfügen, um z.B. bei einem Fernsehduell mit dem viel besagten Schauspieler, mal wieder ohne Einschrenkungen auf die politische Einstellung, mithalten zu können. Ein Punkt indem die SPD der Union weit überlegen ist. Gehört allerdings nicht zu den entscheidenden Inhalten, daher müssen wir uns nicht länger damit befassen, ich wollte es nur einmal erwähnt haben.

Zitat:
Also ich finde er redet nicht so einen hochtrabenen Dünnschiss! Er redet klar und mit einfachen worten und von unzeitgemäßen ansichten hab ich auch noch nix gemerkt!
Sehe ich total anders, spielt aber jetzt auch nicht die entscheidende Rolle. Man sollte Kirchhof an Inhalten messen, sry Jungs das ich damit angefangen hab. Aber seine Steuerreform ist für mich einfach nicht zu akzeptieren.

Zitat:
Da gibts keins, aber zum Beispiel die Ökosteuer um 15cent, anstatt 3 pfennig zu erhöhen ist für mich mehr, als eine leichte kurskorrektur
Richtig, das ist schon ein größerer Eingriff. Das geschahr allerdings ja nicht im Jahr 2005, wenn ich richtig informiert bin.

Zitat:
Wieso? Ist meine Gesundheit mehr Wert als deine, oder werde ich besser versorgt, nur weil ich vielleicht mehr zahle in die gesetzliche KV als du(BEISPIEL)? Nö, und der soziale Ausgleich wird außerdem über die Steuern wieder reingeholt!
Nein, der soziale Ausgleich wird eben nicht durch die Steuern wieder reingeholt. Ich bin dafür, dass sich jeder in einer gesetzlichen Krankenversicherung versichern muss.

Zitat:
Der Manager zahlt NICHT gleich viele Steuern, egal wie du es drehst und wendest. Im gegenteil er zahlt deutlich mehr! Nach unserem JETZIGEN System zahlt er vielleicht sogar noch weniger, als vorher durch irgendwelche Ausnahmeparagraphen! Das ist in meinen Augen sozial ungerecht.
Also du musst mir jetzt mal erklären wie ein Spitzenverdiener mehr Steuern als bisher zahlen muss, wenn die Union den Spitzensteuerstatz senken will, das geht nicht nur durch die Vereinfachung des Steuerrechts, indem man Ausnahmen streicht und die Steuer auf dem Bierdeckel ist so oder so ein Wunschtraum. Wir sind uns denke ich alle einig, dass unsere Steuersystem vereinfacht werden muss, aber doch bitte nicht so. Außerdem würde die Union, wenn es so wäre, wie du es darstellst, bei der Gesellschaftsschicht verlieren, wo sie schon immer gepunktet hat, nämlich bei den Besserverdienenden.

Zitat:
Sieh es doch mal so: Eine geschlossenes festes starke Europa zusammen mit der USA zusammen in der UN können auf ein Land bestimmt deutlich mer Druck ausüben als ein kleiner bunter haufen verschiedener Länder. Saddam hat sich doch ins Fäustchen gelacht, als er gemerkt hat, dass man sich in alleine Europa und erst Recht mit der USA uneinig ist.
Du gehst also mit der Außenpolitik der USA koform, habe ich das jetzt richtig verstanden? Entschuldige aber dafür fählen mir einfach nur die Wort, das ist für mich nicht nachvollziehbar. Die USA brauchen, zumindest solange Bush Präsident ist, ein Europa und eine UN die nicht nur mit dem Kopf nickt um schlimmeres zu verhindern.

Zitat:
In denen Deutschland wieder aufgestanden ist und Ansehen in der Welt erlangt hat. Mann waren das schlechte Zeiten . Man muss nicht alles schlecht reden, was die CDU gemacht hat...
Ich meine, auch ein Willy Brandt hat viel für Deutschland getan, aber wo sind denn seine Nachfolger? Die gestehen ein, in dieser Konstellation nicht mehr weiter reagieren zu können oder versuchen über eine Kommunistische Partei, wieder an die Macht zu kommen.
Tue ich nicht, ich halte Adenauer bis heute für den zweitbesten Kanzler nach Brandt und bin der Meinung, dass der uneingeschrenkte Anschluss an Amerika und die westliche Welt damals die richtige Entscheidung war. Ich wollte nur einmal den geschichtliche Hintergrund etwas bemühen. Einfach gesprochen, war die totale Übereinstimmung mit den USA damals richtig, heute leider total falsch.

Wobei ich jetzt noch auf ein anders Thema kurz eingehen möchte. Ich fand es schon krotesk, dass sich eine Partei derart selbst feiern muss, wie das die CDU/CSU in Dortmund getan hat. Das nahm ja schon fast amerikanische Züge an und der Einlauf von Angie zu Technomusik fand ich auch nicht unbedigt passend *g*

Als der gute Ede dann jedoch den Niedergang der 68er beschwor und begang von verloren christlichen moralischen Werten zu faseln, platzte mir endgültig der Kragen. (Ich hab mir die gesamte Veranstaltung auf ntv angesehen). Kann man wirklich derart weltfremd und verbohrt sein, um heute immer noch nicht die herausragenden Leistung der 68er zu akzeptieren. Entschuldigt, aber diese Einstellung hätte vielleicht in die Adenauer Zeit gepasst, aber heute ist sie schlicht lächerlich und kommt bestenfalls noch in oberbayrischen Bierzelten gut an! Merkel und Westerwelle wären ohne die 68er Bewegung niemals möglich gewesen. Sie sind praktisch ein Produkt dieser Kulturrevolution. Ich biete euch auf diese Anmerkung einzugehen Keyer und All+ Spieler.

Zu Keyer:

Zitat:
nur mal am rande: es besteht eine deutliche diskrepanz zwischen "rechts" und "konservativ" ...da hilft auch keine steigerungsform!
Da hasst du recht, aber du gibst mir doch wohl recht, dass Beckstein eindeutig dem rechten Flügel der CDU/CSU zuzuordnen ist.

Zitat:
eine mögliche koalition zwischen cdu und fdp ist halt auch eine koalition im engeren sinne, nicht so ein zweck-bündnis wie rot-grün, wo es in der kleineren partei nur einen relativ vernünftigen politiker gibt (joschi)
Ja CDU und FDP haben ja u.a. bereits bei der Frage der Mehrwertssteuererhöung bewiesen, wie einig sie sich sind *g* Ich denke Koalitionen sind immer Zweckbündnisse, vollkammen gleichgültig welche Farbkombi. Und ich denke in Sachen Einigkeiten sind Schwarz-Gelb und Rot-Grün ungefähr gleich auf und ich habe das recht fair beurteilt. Die Grünen sind schon sehr abhängig von einer Person das ist schon total richtig. Dies wird im jetzigen Wahlkampf wieder sehr deutlich. Ich oute mich hier auch als großer Joschka-Fan. Aber nen mir doch mal einen relativ vernünftigen (wie du es ausdrückst) Politiker der FDP. Gerhardt lass ich dir noch durchgehen.

Zitat:
sie sind auch nicht zeitgemäß, sondern der zeit voraus, deshlab "visionen"
Dazu muss ich kurz den Spruch des Tages aus dem Südkurier, meiner Tageszeitung, übrigens ein sehr schwarzes Blatt, zitieren, denn außer deinen Satz ins lächerlich zu ziehen, fällt mir dazu nichts ein *g*
"Ich habe keine Visionen wie Prof. Kirchhof. Diese Phase hatte ich in den 70er Jahren!" (Joschka Fischer).

Zitat:
ja, ich bin student!
nein! ich bin nicht für studiengebühren im erststudium!
...das ist definitiv eine frage, bei der ich der cdu niemals zustimme ...ist aber nicht schlimm, da immer der gesamteindruck zählt, und da ist es eben so, dass ich mit rot-grün-dunkelrot an viel mehr stellen nicht übereinstimme! ...ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass irgendjemand komplett mit dem wahlprogramm einer partei konform geht und damit im "wahlomat" bei 100% landen würde
Ich wollte damit nur überprüfen, ob du nicht blind jedem Vorschlag der CDU zustimmst, sondern dir vorher auch deine Gedanken darüber machst, was ich positiv finde. Ich habe z.B. beim Wahl-O-Maten auch nur 82% Übereinstimmung mit der SPD, gefolgt von den Linken mit 77% und den Grünen mit 66%.

Ach übrigesn wollte ich mal noch für den Wahl-O-Maten werben, alle Unentschlossenen sollten diesen Test auf alle Fälle machen. Ich habe ihn auch absolviert, zähle allerdings (siehe Alter) zu den noch nicht wahlberechtigten.

Übrigens konnte ich in dieser Diskussion nicht die Unterstützung des ein oder anderen Genossen benötigen, um nicht ständig gegen die Übermacht von Keyer und All+ ankämpfen zu müssen *g*
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Marc_Konstanzer

Geändert von pilatius2 (10.09.2005 um 20:02 Uhr)
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