|
Das Integrieren von Jugendlichen in die Aktiven-Mannschaften ist wohl eins der größten Probleme unseres Sports.
Ich habe als Sportwart fast jedes Jahr diese Entscheidungen zu fällen (zusammen mit den Betroffenen natürlich).
Dabei kann man die Jugendlichen demotivieren, indem man sie zu niedrig einstuft, genauso aber, wenn sie zu hoch spielen und kein Land sehen.
Hier kommt es einzig und allein auf die Einstellung des Spielers an. Ich bilde mir ein, inzwischen aufgrund des Verhaltens im Training und im Spiel bei den meisten Jugendlichen abschätzen zu können, in welcher Klasse sie spielen können und ob sie sich durchbeißen werden, oder nicht.
@Pombaer16
Ich kenne Dich nicht, aber aufgrund der Art Deiner Argumentation gehörst Du anscheinend zu der Sorte Jugendspieler, die sich falsche Vorstellungen über Spielstärke und Ablauf in Herrenmannschaften machen. Gerade deshalb ist es in Deinem Fall sicher am sinnvollsten die nächsten beiden Jahre als Jahre zum Sammeln von Erfahrung zu sehen und zu nutzen. Schnelle Erfolge und steile Aufstiege sind denen vorbehalten, die über außergewöhnliches Talent oder extremen Trainingseifer oder beides verfügen.
Wer in der Kreisliga hinten 5:7 spielt, ist in keinem Fall unterfordert, wenn er ein Jahr später dort z.B. in der Mitte eingesetzt wird. Wenn Du dann Deine Leistungen bringst, dann sollte zum einen der Aufstieg Deiner Mannschaft machbar sein und zum zweiten Deine persönliche Beförderung ins vordere Paarkreuz. Wenn Du dann im nächsten Jahr in der Bezirksklasse vorne deutlich positiv spielst, dann solltest Du nochmal neu überlegen, ob es in Deinem Verein in den nächsten Jahren Perspektiven gibt noch weiter nach oben zu kommen. Wenn nicht, dann wechsele, wenn doch, dann hilf' mit, Deinen Verein nach vorne zu bringen.
Meiner Meinung nach ist eine enge gefühlsmäßige Bindung zu Verein und Vereinskameraden mit das Wichtigste für beide Seiten. Du wirst sonst schnell in die Situation kommen, daß Du Dich überall und nirgendwo richtig wohlfühst.
|