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Alt 19.09.2005, 15:58
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hier der bericht vom fc

18.09.2005
Tischtennis-Oberliga Bayern
FC Nordhalben gewinnt Oberfrankenderby klar mit 9:4

NORDHALBEN. Gut verkraftet haben die Tischtennis-Herren des FC Nordhalben ihren Abstieg aus der Regionalliga. Mit einem deutlichen 9:4-Heimsieg gegen den Aufsteiger TTC Tiefenlauter starteten sie in die neue Saison der Oberliga Bayern. Es schien als würde es eine deftige Pleite für die Coburger Vorortler geben, denn bereits mit 7:1 hatte sich das Team aus der Klöppelgemeinde auf die Gewinnerstraße gebracht. Doch mit drei Einzelsiegen am Stück kamen die Gäste auf 7:4 heran, ehe der unbezwungene gebliebene Spielertrainer Reiner Kürschner und Neuzugang Ingo Haumer den Sack zumachten. Anders dagegen der Verlauf beim zweiten Absteiger Post-SV Augsburg, der eine 3:9-Heimniederlage gegen den Aufsteiger Traunstein registrieren musste.
FC Nordhalben - TTC Tiefenlauter 9:4
Bereits nach nur 13 Minuten hatten die Hausherren ihren ersten Zähler eingefahren, indem ihr Spitzen-Paar Lengerov/Ulrich nichts anbrennen ließ. Ähnliches gilt für das Duo Kürschner/Eberhardt, das zwar ebenso ohne Satzverlust blieb, jedoch im zweiten und dritten Durchgang erst in der Verlängerung (12:10, 13:11) die Nase vorne hatte. Nicht von Erfolg gekrönt war der erste Auftritt des Neuzugangs Ingo Haumer, der vom Oberliga-Absteiger TTC Creußen kam, und seines Partners Thomas Wunder. Beide konnten nach einem 0:1- und 1:2-Satzrückstand zwar jeweils egalisieren, doch im entscheidenden Abschnitt hatten sie nach einem 0:5-Rückstand keine Chance mehr zum Sieg.

Außerordentlich gut in Fahrt war im ersten Einzel Trivon Lengerov, der den einstigen tschechischen Ranglistenspieler Jaroslav Bosina im ersten und zweiten Satz keine Entfaltungsmöglichkeiten ließ. Als der Bulgare in Diensten des FC im dritten Durchgang mit 10:12 scheiterte, siegte er danach mit dem gleichen Resultat und besorgte damit die 3:1-Führung.
Von seiner besten Seite präsentierte sich Patrick Ulrich, der wie ein aufgezogenes Uhrwerk gegen den TTV-Spitzenspieler Piotr Molenda zu Werke ging und mit einem 11:7, 11:8, 9:11 und 11:7 den Vorsprung auf 4:1 ausbaute.
Gespannt waren die heimischen Fans auf das erste Einzel von Neuzugang Ingo Haumer. Doch der 34-Jährige hatte noch etwas Probleme in seiner neuen Umgebung, wirkte verkrampft und nervös, so dass er gegen Jürgen Forkel zunächst nichts zu bestellen hatte (6:11). Aber mit zunehmender Spieldauer meldete er sich zurück. Nach zwei knappen 11:8-Erfolgen trumpfte der 34-Jährige im vierten Satz gehörig auf (11:3) und besorgte so unter dem rauschenden Beifall der Zuschauer das 5:1.
Als hätte es keine längere Sommerpause gegeben, so zeigte sich Reiner Kürschner. Obwohl der aus Wolfersdorf stammende Wolfgang Buckreus die Abwehrstrategie des FC-Mannschaftsführers zur Genüge schon kennengelernt hat, fand er einmal mehr kein Mittel, um seinen Kontrahenten aufs Kreuz zu legen. Nach einem 11:6 und 11:7 verdeutlicht das abschließende 11:1 von Kürschner, wer in diesem Match das Geschehen klar beherrschte.
In nahezu der gleichen Weise durfte sich das heimische Publikum an Rolf Eberhardt erfreuen. Er war einfach eine Nummer zu groß für Martin Hofmann, der als Ersatz für die Nummer drei Gäste in das TTC-Team aufgerückt war (11:3, 11:3, 11:7).
Nach diesen fünf Einzelsiegen für den FC am Stück und der damit einhergehenden 7:1-Führung kam der Aufsteiger zu seinem zweiten Zähler, da Thomas Wunder nach einer 1:0-Satzführung gegen Pierzyna im notwendig gewordenen fünften Durchgang auf der Strecke blieb. Ähnlich erging es Trivon Lengerov, der gegen Molenda in dem sehenswerten Spitzenmatch 2:1 vorne lag. Doch mit einem 11:8 führte der Pole den 2:2-Gleichstand her und drehte nach einem 1:3-Rückstand im Entscheidungssatz noch den Spieß in ein 11:6 um.
Prompt folgte sogar der vierte Punkt für den TTC Tiefenlauter, denn Patrick Ulrich hatte gegen Bosina zunächst nicht das Glück auf seiner Seite (10:12, 9:11) und schließlich resignierte er im dritten Satz fast etwas frühzeitig (8:11).
Doch dann war Schluss mit lustig. Zunächst war es Ingo Haumer der für die Frankenwälder erfolgreich war. In einem nervenaufreibenden ersten Satz gegen Wolfgang Buckreus versemmelte er zunächst zwei Satzbälle, wehrte dann drei mögliche Satzverluste ab, um sich dann doch noch mit 16:14 über die Ziellinie zu retten. Buckreus war danach zwar mit 11:8 erfolgreich, doch Haumer profitierte immer mehr von seiner Aufschlagstärke und behielt mit 11:6 und 11:8 die Oberhand.
Zum Verzweifeln war für den Gäste-Mannschaftsführer Forkel das Aufeinandertreffen mit Kürschner. Der Nordhalbener Verwaltungsbeamte demonstrierte eindrucksvoll, warum er wohl der beste Abwehrspieler der Liga ist. Allerdings soll nicht erwähnt bleiben, dass das FC-Ass auch mit gezielten Schmetterbällen glänzte und so mit einem unangefochtenen Sieg (11:6, 11:5, 11:5) den Gesamterfolg perfekt machte.
Ergebnisse: Lengerov/Ulrich - Bosina/Pierzyna 3:0, Haumer/Wunder - Molenda/Buckreus 2:3, Kürschner/Eberhardt - Forkel/Hofmann 3:0, Lengerov - Bosina 3:1, Ulrich - Molenda 3:1, Haumer - Forkel 3:1, Kürschner - Buckreus 3:0, Eberhardt - Hofmann 3:0, Wunder - Pierzyna 2:3, Lengerov - Molenda 2:3, Ulrich - Bosina 0:3, Haumer - Buckreus 3:1, Kürschner - Forkel 3:0. hf / Hans Franz


Ein Wiedersehen gab es zum Saisonauftakt in der Tischtennis-Oberliga Bayern beim FC Nordhalben mit dem Wolfersdorfer Wolfgang Buckreus. Der seit vielen Jahren in Diensten des TTC Tiefenlauter stehende Krankengymnast war mit seinem Team zuletzt Bayernliga-Meister geworden. Beim FC Nordhalben musste sich Buckreus allerdings dem überragenden FC-Abwehrkünstler Reiner Kürschner und Neuzugang Ingo Haumer geschlagen geben.
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