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AW: Suche Infos über eigenbau von Hölzern
Hi,
bezüglich Zug-, Druck- und Biegefestigkeit, kann man sich ja einerseits die physikalischen Daten der Holzsorten anschauen und anderseits mal ein paar Gedanken über die mechanischen Verhältnisse in einem Schlägerblatt machen:
Druckfestigkeit ist ein Effekt der die Kompression des Holzes betrifft. Da man im Kern überwiegend weiche Holzsorten hat, die verhältnismässig leicht komprimiert werden können, werden IMHO die dichten und harten Zwischen- und Deckfurniere im wesentlichen nur in den Kern hineingedrückt, nicht aber selber komprimiert. Schaut man sich jetzt diese Furniere an, so werden diese weitestgehend nur auf Zug belastet. auf der Rückseite des Blattes kommt auch die Druckfestigkeit zu tragen (sollte aber nur wirksam sein wenn die Druckfestigkeit deutlich hohe/niedrige Werte annimmmt). Also ist hier nach meiner Ansicht die Zugfestigkeit maßgeblich (auch wenn der Ball in das Blatt eindringt). Zugfestigkeit hat, was die numerischen Werte angeht, die gleiche Tendenz wie Härte. wobei es hier auch Ausnahmen gibt. Es ist halt alles biologisch/natürlich und mit Schwankungen versehen.
Limba hat relativ hohe Zugfestigkeit, aber mittlere Druckfestigkeit und Härte. Koto ist fast gleich aber hat höhere Druckfestigkeit. Die Frage ist inwieweit eine höhere Druckfestigkeit, in einem Zwischen-/Deckfurnier, welches nur auf Zug belastet wird, einen massgeblichen Unterschied produziert ?
Ergänzung:
Desweiteren sollte man sich überlegen, wo denn das 'weiche' Spielgefühl herkommt: Aus einem leichten Eindringen des Balles ins Holz oder aus der federenden Auslenkung des Blattes beim Schlag ?
So würde ich für die typische R-Impact Bauweise, als massgebliche Eigenschaft das Eindringen des Balles in das Blatt einschätzen und für klassische Dünnhölzer die federnde Auslenkung des Blattes.
Geändert von Hurz67 (20.09.2005 um 08:48 Uhr)
Grund: Ergänzung
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