|
Zitat aus dts 11/01:
„Eine Besonderheit: Beide Spielerinnen kleben beide Seiten frisch, also auch die Noppen. Die Einzel-Weltmeisterin von 1993, Hyun Jung Hwa, in Bayreuth Coach des koreanischen Teams, bestätigte dies, verwies aber darauf, letztlich sei die Schlagtechnik entscheidend: „Sie setzen ihr Handgelenk gut ein.” ...
DTTB-Cheftrainer Dirk Schimmelpfennig vermutet die Erklärung „im früheren Balltreffpunkt. Sie nehmen den Ball nicht in der fallenden, sondern schon in der steigenden Phase oder spätestens am höchsten Punkt und machen eine kurze, dynamische Bewegung.”
Auch der Bewegungsablauf entspricht nicht den klassischen Rückhand-Abwehrtechniken, was beim Rückhand-Schupf besonders deutlich wird: Der Schläger wird nicht nur nach vorn, sondern zusätzlich auch zur Seite geführt, ähnlich wie bei einem Rückhand-Aufschlag mit Seitunterschnitt – und dies mit einer so aggressiven Bewegung, daß Richard Prause von einem „Angriffsschupf” spricht.”
Im Spiel von Kim Kyung Ah gegen Elke Schall war zu sehen, daß die Koreanerin nicht nur auf Schupfbälle mit einem Unterschnitt-Schupf mit den Noppen antworten kann, sondern auch dann mit den Noppen mit Schnitt abwehren kann, wenn man einen rotationsarmen Topspin auf ihre Rückhand zieht.
Vladimir Samsonov hat mir bestätigt, daß Joo Se Hyuk, der koreanische Abwehrspieler, auf der Rückhand auch extrem viel Unterschnitt macht (übrigens auch mit frischgeklebten langen Noppen). Joo zieht aber, anders als Kim Kyung Ah und Kim Bok Rae, mit der Vorhand meistens Topspin, ähnlich wie Ding Song (der aber mit kurzen Noppen auf der Rückhand abwehrt).
Mit freundlichem Gruß aus der dts-Redaktion
Rahul
|