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Alt 13.11.2001, 13:34
Jaskula Jaskula ist offline
hasst die 11
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Zitat:
Original geschrieben von Tommy
In der Tat waren nach meinem (sehr guten) Kenntnisstand mehrere Delegierte einzelner Verbände gegen eine (sofortige) Einführung der neuen Zählweise auf allen Ebenen, am stärksten die Vertreter Hessens, wie auch schon mal irgendwo zu lesen war. Aber nicht nur die.
Dann ist ganz intensiv diskutiert worden (wie dies übrigens häufig geschieht; da wird keineswegs alles abgenickt in Bundeshauptversammlung oder Hauptausschuss des DTTB). Ihr habt da völlig falsche Vorstellungen. ...

Man fährt mit vordiskutierten internen Verbandsmeinungen zu solchen Sitzungen, aber jedem ist klar, dass man dort nicht in jedem Punkt und zu jedem Antrag oder Problem bei seiner Meinung wird bleiben können. Manchmal erfährt man neue Argumente, die einen überzeugen ...

und manchmal ist man heilfroh, wenn man zu einem Kompromiss gelangen kann, bei dem man nicht ganz "verliert"; ein Kompromiss hat es nämlich so an sich, dass man seine eigene Meinung darin nicht ganz wiederfinden kann. ...

Wenn du hier Vorwürfe erhebst, die dem der Gleichschaltung nahekommen, dann ist dies völlig falsch.
Erstens gehst du dann davon aus, dass niemand seine Meinung ändern darf.
Zweitens unterstellst du, dass jeder vor einer intensiven Debatte alles schon völlig überblickt hat, was in diesem Falle gewiss nicht der Fall war.
Drittens verwechselst du die Zustimmung zu dem Einführungsbeschluss mit einer Zustimmung zu der neuen Regel. Letzteres scheint mir am tiefsten zu sitzen. Aber eben hier war nun einmal wirklich keine Möglichkeit gegeben.
Manchmal ist der Kenntnisstand eben nicht so gut wie man selbst glaubt. Die Vertreter Hessens, die ja ach so gegen die neue Zählweise kämpften und auch einen Antrag stellten, der den Kreisen gestatten sollte, die Entscheidung selbst zu treffen, stellten diesen im vollen Bewußtsein, daß er weder sinnvoll war, noch Chancen auf eine Mehrheit hatte. Ich kann Dir gerne den Antrag im Wortlaut geben, der war schlichtweg lachhaft. Es handelte sich lediglich um einen Alibi-Antrag, da die Kreise massiv gegen die 11er-Sätze votierten. Die Herren Schäfer (Geschäftsführer) und Zwipp (Vizepräsident für Öffentlichkeitsarbeit) hatten mir in regem E-Mail Austausch bereits zur Genüge klargemacht, daß mit der ITTF-Entscheidung ihrer Meinung nach die Mehrheit der TT-Welt diese Änderung gefordert hätte. Dieser Quatsch kommt wie einige andere Formulierungen auch vom DTTB, der ganz offensichtlich seine Landesverbände frühzeitig mit Meinung versorgt hat.
Ähnlich lautetende Aussagen bekam ich nämlich auch von Herrn Krukenberg(TTVN), Herrn Matthias und Herrn (BTTV), Herrn Lang (WTTV) und Herrn Dr. Albert (DTTB).
Auch wurde bei der BHV nicht allzu lange über die kurzen Sätze diskutiert, schließlich standen ja noch andere Themen auf der Tagesordnung.

Jetzt frage ich Dich:

Wo ist der von Dir angesprochene Kompromiß ?
Warum konnte über die Einführung der Regeln an sich nicht diskutiert werden ? Welcher Punkt der Satzung läßt dies nicht zu ?

Hat tatsächlich jemand seine Meinung geändert, oder lagen nicht schon alle vorher auf der DTTB-Linie ?
Wenn ja, wie kommt es, daß auf unteren Ebenen kontrovers diskutiert wird, die Oberen aber alle eine Meinung haben, wenn kein Druck gemacht wurde ?
Wie kann es sein, daß Delegierte über eine elementare Regeländerung entscheiden, wenn sie wie Du richtig schreibst gar nicht überblicken können was das bedeutet ? Ahnungslose Armheber vertreten die Interessen ihrer Mitglieder ?
Wie soll man das einstimmige Votum, die kurzen Sätze einzuführen sonst verstehen, als als Zustimmung zu dieser Regel ?

Wenn ich etwas ablehne, dann lehne ich etwas ab und führe es nicht zum nächstmöglichen Zeitpunkt ein. Wenn ich noch keine Möglichkeit hatte, mir eine Meinung zu bilden, dann verschiebe ich eine Entscheidung zum Beispiel um ein Jahr.

Kannst Du mir bei meiner Suche nach Antworten auf diese unfaßbaren Vorgänge helfen ?
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