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Tischtennis hat sich in den letzten 10 bis 15 Jahren immer weiter in Richtung reines Aufschlagspiel entwickelt.
Mit den Änderungen (40mm Ball, Sätze bis 11 und demnächst keine verdeckten Services) wurde der Versuch unternommen, das Rückschlagspiel zu forcieren.
Darauf sind die wenigsten Spieler schon jetzt eingestellt, wurde doch jahrelang viel mehr an einem starken, meist verdeckten Service gefeilt, als an einer soliden Serviceannahme.
Der Charakter des Spiels wurde also grundlegend in eine andere Richtung gebogen, die, je nachdem, den einen oder anderen bevorzugt oder benachteiligt.
Insgesamt halte ich diese Kurskorrektur für angebracht, da damit Geschwindigkeit aus dem Spiel genommen wird und gute Kontrolle mehr als bis dato gefordert sein wird.
Ich vermute, dass die "kompletteren" Spieler sich weiter nach vor schieben können, während "Risikospieler" noch heftiger von Tagesverfassung abhängig sein werden, als bisher.
Der Umstellungsprozess auf diese neue Spielanlage wird mehr oder weniger schnell vor sich gehen und einige "Opfer" (von den unteren Klassen bis in die Weltspitze) fordern, die damit nicht zurecht kommen.
Immerhin ergibt sich durch das geringere Tempo für das Fernsehen und die Zuschauer die Möglichkeit, einem TT-Match besser folgen zu können.
Und auch die Kommentatoren, die punkto Spielverständnis in der Regel - im Vergleich zu Tennis oder anderen Sportarten - riesigen Nachholbedarf haben (oder kennt jemand einen Sportreporter, der sich im Tischtennis wirklich gut auskennt?), können das Spiel den Fernsehzuschauern besser vermitteln.
Wie ihr seht setze ich große Hoffnungen in die Zukunft des "Neuen" Tischtennis, zu deren Gelingen jeder TT-Spieler beitragen kann.
So long, Francis
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