Einzelnen Beitrag anzeigen
  #218  
Alt 04.10.2005, 19:36
Benutzerbild von Psychlinski
Psychlinski Psychlinski ist offline
Roppen ohne Noppen
Junior-Forenmitglied
 
Registriert seit: 16.09.2005
Ort: Aus ´ner Zwangsjacke komm´ ich nicht, Zwänge am TT-Tisch mag ich deshalb nicht!
Alter: 45
Beiträge: 45
Psychlinski ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: BL Gruppe 2 Saison 05/06

Stellungnahme meinerseits zum eingelegtem Protest durch den Mannschaftsführer Kaminski von TV 1861 Bieber II beim Verbandsspiel der Herren in der Bezirksliga, Gruppe 2 zwischen Eintracht Frankfurt und TV 1861 Bieber II

Umstände
Am 02.10.05 fand das Verbandsspiel der Herren in der Bezirksliga, Gruppe 2 zwischen Eintracht Frankfurt und TV 1861 Bieber II statt.
Da die Spielstätte der Eintracht Frankfurt (Georg-Büchner-Schule, Pfingsbrunnenstr. 15-17, 60486 Frankfurt am Main) unverschuldet durch ein weiteres Schloss verschlossen war, für das die Eintracht Frankfurt keinen Schlüssel besitzt und weil auch kein Hausmeister zu erreichen war, wurde von mir als Ersatzspielort kurzfristig die Spielstätte vom TTC Dornbusch/Niederursel II (Ludwig-Richter-Schule, Hinter den Ulmen 10, 60320 Frankfurt am Main) organisiert.
Der Gastverein TV 1861 Bieber II stimmte der Spielortverlegung sofort zu und beide Mannschaften sind zur neuen Spielstätte hingefahren.
Dem Gastverein ist für diese Zustimmung Dank auszusprechen und dem TTC Dornbusch/Niederursel II für die schnelle und unkomplizierte Bereitstellung ihrer Spielstätte.

Detaillierter Spielverlauf
Vor dem Spiel wurde ich als Mannschaftsführer vom gegnerischen Mannschaftsführer Kaminski gefragt, ob einer seiner Spieler nach den Doppeln beide Einzelspiele vorziehen kann. Dem wurde meinerseits natürlich sofort zugestimmt.
Bei der Begrüßung ist mir leider das Malheur passiert, dass ich mich nicht für die Zustimmung für einen Spielortwechsel beim TV 1861 Bieber II bedankt habe. Als Mannschaftsführer der Eintracht Frankfurt bedanke ich mich fürs Entgegenkommen seitens anderer Vereine, wenn es ums Vorziehen, Nachziehen von Spielen etc. geht immer und entschuldige mich fürs Zuspätkommen meiner Mannschaftskameraden, Lichtausfälle in der eigenen Halle oder Hallenwechsel, wie sie in der letzten Saison vorgekommen sind. Da an jedem Spiel der Eintracht Frankfurt leider irgendetwas davon immer eintritt, bin ich darin geübt und habe kein Problem, Worte der Entschuldigung und des Dankes in den Mund zu nehmen. Aufgrund der Wichtigkeit dieses Spieles für die Eintracht Frankfurt und des Chaos in der schnellen Hallen-Organisations-Aktion (15 Minuten vor dem Spiel war Eintracht Frankfurt noch ohne neuen Spielort, es drohte unverschuldet ein kampfloses 0:9!), dem Spielberichtsschreiben und der fünf Minuten Einspielzeit, die mir gewährt wurde, obwohl ich schon über eine Stunde vor dem Spiel vor der eigentliche Spielhalle war, habe ich im Stress einfach vergessen, mich für die Spielbereitschaft beim Gastverein zu bedanken. Dies ist eine Einmaligkeit, die nicht mein normales Verhalten widerspiegelt (die Vereine der BK der letzten Saison werden dies wissen) und war überhaupt keine bewusste Böswilligkeit meinerseits. Diese unglücklich gelaufene Nachlässigkeit mir im Nachhinein als eine Art Böswilligkeit zu unterstellen entzieht sich jeder Grundlage, schließlich war ich dem Gegner dankbar, nur habe ich dies vergessen, laut zu äußern.

Nach der Begrüßung wurde regulär mit beiden Eingangsdoppeln an nebeneinander stehenden Tischen angefangen.

Während meines Doppels habe ich gewonnene Punkte laut bejubelt und wurde vom gegnerischen Doppel des Nebentisches ermahnt. Dabei sind Sprüche gefallen wie „Halt doch dein Maul“ und „Halt doch deine Klappe“. Auf diese Bemerkungen bzw. Beleidigungen habe ich in keinster Weise reagiert; weder in Unmutsäußerungen noch in Beleidigungen. „der RenTneR“ schreibt: „seine wirklich (wer ihn kennt) engelsartig ausgefallene reaktion auf derartige „bitten“, sich doch bitte zu benehmen, ist bewundernswert“. Aus seiner Aussage sollte man keine Zweideutigkeit interpretieren (Erklärung folgt weiter unten), meine Reaktion auf derartige Sprüche war nämlich keine Reaktion!

Am Ende des vierten Satzes beim Stand von 2:1 in Sätzen für Eintracht Frankfurt ließ ich mich in dieser Atmosphäre bei einem von mir verursachten Fehler, der zum 10:7 für den Gegner führte, zu einem Tritt gegen eine Holztür hinreißen. „der RenTneR“ sollte schon, wenn er berichtet, die Chronologie, da nicht unerheblich für das Verständnis des Streites, nicht verfälschen: mein Tritt folgte am Ende des vierten Satzes und nicht im fünften! Durch den Tritt wurde ich in eine Diskussion mit dem gegnerischen Doppel des Nebentisches verwickelt. Während meiner Diskussion wurde wiederum der nächste Punkt an meinem Tisch gespielt, ohne dass ich für diesen Punkt spielbereit war. Eine von mir geforderte Wiederholung dieses Punktes wurde vom gegnerischen Doppel nicht zugestimmt. Der Schiedsrichter dieses Spiels, der vom TV 1861 Biber II gestellt war, ließ den Punkt auch nicht wiederholen.

Daraufhin wollte ich, was meine Person betrifft, dem Spiel nicht mehr beiwohnen und die Halle verlassen. Von einem Mitspieler von Eintracht Frankfurt wurde ich aufgehalten dies zu tun, mit der Begründung, die Angelegenheit doch sportlich zu klären. Also wurde der fünfte Satz gespielt.

Ich verhielt mich ab dem ersten Punkt bis zum Stand von 8:8 lautlos und ohne jegliche Emotion. Zu diesem Zeitpunkt war am Nebentisch das Spiel bereits beendet, welches nach einer 2:0-Führung des Gastvereines noch knapp mit 9:11 im fünften Satz verloren wurde. In der Endphase des fünften Satzes beim Stand von 8:8 meines Doppels habe ich drei Punkte gemacht und diese bejubelt. Das Doppel ging mit 11:9 im fünften Satz an Eintracht Frankfurt.

Während dieses fünften Satzes wurde keine Unmutsäußerung weder seitens der gegnerischen Doppel am Nebentisch noch an meinem Tisch, seitens des unbeteiligten zuschauenden Spielers des Gastvereins noch des, vom Gegner gestellten, Schiedsrichters geäußert. Niemand hat sich in irgendwelcher Weise gestört gefühlt. Am Nebentisch standen ab dem Punktestand von 8:8 auch keine Spieler, die hätten gestört werden können. Nach dem Doppel beendeten alle vier Spieler die Partie mit Handschlag.

Unmittelbar nach diesem auch zweiten knapp verlorenen Doppel für TV 1861 Bieber II erklärte die gegnerische Mannschaft den Spielabbruch und legte Protest ein. Ich wurde von einem Spieler des Gastvereins vor allen anwesenden Spielern und einigen Zuschauern mehrmals laut als „Arschloch“ bezeichnet.

„der RenTneR“ versucht seine oben zitierte Aussage zu „erklären“: „mit engelsgleicher reaktion meinte ich, dass er nicht gleich dem ersten, der ihn arschloch genannt hat, eine gelangt hat. auf der strasse hätte ein solcher dialog wohl anders geendet […]“. Da er im der vorherigen Aussage zusätzlich schreibt „wer ihn kennt“, könnte man meinen, ich würde normalerweise auf verbale Attacken handgreiflich werden. Ich distanziere mich vehement von derartigen Aussagen. Ich bin weder handgreiflich; auf verbale Attacken würde ich dies auch nie tun. Auf ein noch niedrigeres Niveau von jemandem, der unqualifizierte Aussagen provokativ einsetzt, lasse ich mich nicht ein!
Dieses Prinzip verfolge ich beim Tischtennis wie auch außerhalb.
Da sieht man, dass „der RenTneR“ mich nicht kennt. Dementsprechende Aussagen sollte man sich an seiner Stelle nicht erlauben und keinen Rufmord betreiben und mit Aussagen wie „in diesem moment wunderte ich mich darüber, dass paul nicht zugelangt hat“ möglicherweise nicht von sich auf andere schließen.

Trotz des oben beschriebenes Verhaltens mir gegenüber und der aggressiven Atmosphäre in der Halle, schlug ich vor: „lasst uns vernünftig sein; ich halte meine Klappe und wir spielen das Spiel zu Ende“. TV 1861 Bieber II war dazu nicht bereit und verließ die Halle beim Spielstand von 2:0 für Eintracht Frankfurt.

Meine Stellungnahme zum Vorwurf „Abbruch wegen unsportlichen Verhaltens durch den Spieler Zielinski“ durch den Mannschaftsführer Kaminski vom TV 1861 Bieber II

Ich habe während meines motiviert geführten Doppelspiels gewonnene Punkte mit Faustballen und Ausrufen wie „choa“ und „come on“ bejubelt. Dieses Verhalten wurde vom Schiedsrichter, der vom TV 1861 Bieber II gestellt war, zu keinem Zeitpunkt des Spiels moniert. Bejubeln von gewonnenen Punkten bzw. nach gewonnenen Spielen ist mir als unsportliches Verhalten auch unbekannt. Dieses Verhalten lege ich immer an den Tag; ich gehöre nicht zu den emotionslos spielenden bzw. so aussehenden Spielern und bin nicht der einzige von dieser Art. Dieses Verhalten habe ich auch bei den übrigen Spielen dieser kurzen Saison, besonders gegen TSG Oberrad II und TG Obertshausen III gezeigt, als es in die Entscheidungsdoppel ging, ohne dass es zu Beschwerden seitens dieser Vereine gekommen wäre.

Wenn „Steife Hüfte“ schreibt „In jeder anderen Sportart, z.B. Fußball hätte man für ein solches Benehmen die rote Karte gezogen. Nur im Tischtennis hat so ein Mensch noch seine Unterstützer“, so kann ich dies nicht nachvollziehen. Im Fußball geht es oft körperlich so hart zur Sache, dass Verletzungen an der Tagesordnung stehen. Im Fußball sind bewusste Fouls, so genannte taktische Fouls Routine, die zugegebenermaßen geahndet werden. Ich habe nie jemanden körperlich verletzt und habe dies auch nicht vor - auch nicht verbal. Aber dass ein Sich-Anfeuern oder der Jubel nach einem Tor nicht unerlaubt ist, ist mir nicht bekannt. Beim Fußball darf man sich auf dem Rasen wälzen, planlos auf den Platz herumrennen und den eigenen Kameraden auf dem Rücken springen etc. und alles ist völlig normal und erlaubt. Nur beim Tischtennis soll Tristesse herrschen?

Wer schon mal bei einem Bundesligaspiel IM TISCHTENNIS!!! war, der hat gesehen, wie es dabei abläuft. Jeder Ball wird bejubelt, selbst erfolgreiche Aufschläge, und dabei darf es ruhig lauter werden, Danny Heister und Kalinikos Kreanga fallen mir da spontan ein. Ich habe sie noch nie deswegen mit einer gelben Karte vom Schiedsrichter ermahnen gesehen; nach einem Schlägerwurf aber schon. Nicht jeder ist nun mal ein ruhiger Jan Owe Waldner. Beide Typen haben eine Daseinsberechtigung. Es mag einem ein Danny Heister oder ein Jan Owe Waldner gefallen und der andere nicht. Eine subjektive und natürlich antagonistisch gemeinte Aussage von „Steife Hüfte“: „Der Paul ist sonst der friedlichste in der Halle“ ist völlig bedeutungslos. Entscheidend ist nicht, was einem gefällt oder nicht und was persönlich stört oder nicht, sondern was sich innerhalb der offiziellen Spielregeln befindet. Damit nicht jeder nach seinen eigenen Empfindungen urteilt und ein Spielbetrieb FÜR ALLE gewährleistet werden kann, sind sie den offiziellen untergeordnet. Was als „unsportlich“ gilt, ist nicht was nicht gefällt oder stört, sondern was für alle unterrschiedlichen Spielertypen nicht regelkonform ist. Um es noch plakativ zu untermalen ein Beispiel: das Faustballen und die Jubelschreie des eigenen Gegners können nach eigenen (Ehr)Gefühl einen aufregen und stören; dieses Verhalten ist regelkonform, und deswegen auch nicht „unsportlich“, auch wenn viele bei diesem Verhalten in ihrer Ehre sich gekränkt fühlen und dann dem Begriff „unsportlich“ eine eigene Bewertung geben und für sich vereinnahmen wollen. Wer in einem Wettkampf es nicht aushalten kann, in seiner Ehre durch den Erfolg des Gegners gekränkt zu werden, der muss sich auch nicht dem sportlichen Wettkampf mit seinem Reiz des Sieges, aber auch mit der möglicherweise zur Schau gestellten Niederlage stellen.

Ich habe zu keinem Zeitpunkt des Spiels, auch nicht nach dem Ende der Partie, als ich vor allen anwesenden Spielern und Zuschauern von einem gegnerischen Spieler laut als „Arschloch“ beschimpft wurde, mich zu Beleidigungen des Gegners hinreißen lassen. Wenn „Steife Hüfte“ schreibt: „Keiner von Bieber hat dem lieben Paul das Wort " Arschloch ins Gesicht gesagt.“, dann stimmt dies nicht! Fakt ist, dass Reinhold Scheidler von TV 1861 Bieber II zu mir von Angesicht zu Angesicht „Arschloch“ gesagt hat. Als ich dazu wörtlich sagte: „Deine Meinung ist mir scheißegal“ erwiderte er wieder mal überreagierend „Daran sieht man, dass Du ein Arschloch bist!“.

Das einzige Verhalten meinerseits wiederum, welches ich selbstkritisch als unnötig ansehe, war der Tritt gegen eine Holztür beim Stand von 2:1 Sätzen und 7:10 für Eintracht Frankfurt. Dieses Verhalten bedauere ich sehr und entschuldige mich dafür hier gegenüber allen Anwesenden: Gegnern, Mitspielern, Zuschauern und dem die Spielhalle zur Verfügung stellenden Verein TTC Dornbusch/Niederursel II. Diese Aktion als unsportliches Verhalten zu sehen, ist gerechtfertigt. Eine gelbe Karte bzw. eine diesbezügliche Ermahnung vom Schiedsrichter wäre am Ende des vierten Satzes nach der entsprechenden Aktion angebracht gewesen. Damit wäre die Angelegenheit geklärt gewesen und nicht in der zu bedauernden Form ausgeartet. Bei einem weiteren Vergehen dieser Art wäre dieses Doppel an den Gegner gegangen, womit ich einverstanden wäre; und wenn auch nicht, dann wäre dies regelkonform gewesen und ich hätte mich nicht zu beschweren gebraucht, weil ich zwischen persönlich unangenehm und nicht regelkonform bzw. unsportlich unterscheiden kann. Jedenfalls wäre ein weiterer Verbandsspielverlauf gewährleistet gewesen.

Das Spiel wurde aber über den ganzen fünften Satz zu Recht, da keine weiteren Gründe meinerseits geliefert wurden, ohne jegliche weitere Beschwerde fortgeführt und sportlich zu Ende geführt. Alle Spieler des betroffenen Doppels haben mit einem Handschlag die Partie beendet. Erst unmittelbar nach diesem zweiten knapp verlorenen Doppel im fünften Satz wurde vom Gegner Spielabbruch gefordert und Protest eingelegt.

Ob mein Verhalten nun im oben genannten Sinn „unsportlich“ war oder nicht, darüber kann sich jeder die eigene Meinung bilden. Ob mein Verhalten einen Spielabbruch seitens TV 1861 Bieber II rechtfertigt, oder ob andere Gründe, die möglicherweise offensichtlich sind und vorgeschoben sein könnten, dazu geführt haben, darüber möchte ich keine spekulativen Bemerkungen äußern. Darüber wird von offizieller Seite her entschieden.

Welches Verhalten des Gegners nicht etwa meiner Meinung nach, sondern wiederum den Spielregeln nach als unsportliches Verhalten zu werten ist, hier von meiner Seite sind nachfolgend aufgezählt:

Im vierten Satz meines Doppels wurde ein Punkt unkorrekt gezählt, weil ich aufgrund meines Tütrittes vom gegnerischen Doppel des Nachbartisches in eine Diskussion verwickelt wurde, und davon abgelenkt, nicht spielbereit war. Auf mein Bitten hin wurde weder vom gegnerischen Doppel noch vom Gastverein gestellten Schiedsrichter einer Wiederholung dieses Punktes zugestimmt; dies muss als unsportliches Verhalten angesehen werden.

Einen Spieler vor allen Anwesenden, Spielern und Zuschauern, laut als „Arschloch“ zu bezeichnen, ist ebenso als unsportliches Verhalten zu werten.

Klärungsvorschlag meinerseits
Von allen unschönen Dingen, die im Verbandsspiel und danach abgelaufen sind, abgesehen, würde ich TV 1861 Bieber II einen Klärungsvorschlag unterbreiten.
Mein Vorschlag als Mannschaftsführer von Eintracht Frankfurt ist es, das Spiel neu anzusetzen und die gesamte unschöne Angelegenheit sportlich-fair auszutragen und auf diese Weise einem Ende zuzuführen, aus dem ALLE Beteiligten, mich einbezogen, ihre Lehren ziehen.

Paul Zielinski
__________________
Das Spiel ist aus...das Schweigen der Schläger angesagt!
Mit Zitat antworten