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Alt 05.10.2005, 10:26
Jürgen 2. KK Jürgen 2. KK ist offline
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AW: Landesliga Gruppe 7

Liebe Sportfreunde,

hier meldet sich einer der als „unfair“ verunglimpften Zuschauer des Meisterschaftsspieles Rheinberg II – Walsum.

Mit Erstaunen habe ich von einem Kollegen über den Bericht des Walsumer Mannschafts-führers und dessen Urteil zu uns Zuschauern auf Eurer Internetseite erfahren und erlaube mir, diese mir bisher unbekannte Plattform nun für eine Antwort und eine Richtigstellung zu nutzen und will dazu zunächst den Ablauf des Spiels skizzieren.

Der Abend begann in recht freundschaftlicher Atmosphäre mit den ersten Doppel- und Einzelspielen und wurde von den ca. 30 anwesenden und überaus fachkundigen Zuschauern - da fast alle selber aktiv, wie das in unserem Sport nun mal so ist - die Heimmannschaft unterstützend, aber gleichzeitig sehr sportlich begleitet.

Schon in diesen ersten Spielen wurde allerdings sehr deutlich, dass sowohl - zumindest eingeschränkt - die Nr. 2 der Walsumer Mannschaft als auch und insbesondere deren Nr. 1 mit einem sehr hohem und ungewöhnlichem Mass an falschen Aufschlägen „arbeiteten“.

Mit diesem dann auch noch ansteigendem Maß von nicht regelgerechtem Spiel begann eine gewisse Unruhe unter den Zuschauern einzukehren.

Beim Stand von 5:3 für die Gäste aus Walsum spielte dann unsere Nr. 2 Kai gegen die Nr. 1 aus Walsum, einen Herrn Schurrek (oder ähnlich).

In diesem für den weiteren Verlauf sehr wichtigen Spiels überschritt Herr Schurrek dann für uns Zuschauer endgültig und völlig absichtlich die Sitten des sportlich Mindestanstandes und praktizierte ausschließlich um des lieben Gewinnens wegen einen falschen Aufschlag nach dem anderen, indem er den Ball für Kai schwer erkennbar aus der Hand aufschlug, seine Hand knapp unter der Platte hielt und den Ball dann auch noch gegen Schläger warf und baute sein „Angriffsspiel“ ausschließlich auf dieser falschen Angabe auf – mit dem Ergebnis, das er das Spiel knapp im fünften Satz gewann. (und dem weiteren Ergebnis, dass die Walsumer eben keinen Punkt liessen und mit 9:7 gewannen)

In diesem Spiel wurden die Bemerkungen aus dem Zuschauerraum natürlich immer intensiver und störten sicherlich auch die Akteure. Trotz der vielleicht auch zu verhaltenen Proteste auch einiger Rheinberger Aktiver wurde von dem Walsumer Schiedsrichter kein Einhalt geboten und kam von dem Mannschaftsführer der Walsumer sogar zwischendurch der Hinweis an die Zuschauer, man spiele schließlich in der Landesliga und nicht in der Bundesliga und solle somit die Aufschlagregel doch nicht so genau anwenden.

Natürlich kann man einwenden, unser Spieler Kai hätte sich selber wehren können und Kai habe ja schließlich auch nur einmal „zaghaft“ den Aufschlag bemängelt. Hier muss man aber feststellen, dass dies eher in einer grundsätzlichen Einstellung von Kai begründet ist, sich in einem Spiel nie zu streiten.

Interessanter Weise dominierte Kai in der sehr kurzen Phase von vielleicht drei oder vier halbwegs korrekten Aufschlägen den Herrn Schurrek nach Belieben.




Wie dem auch sei, der eigentlich Höhepunkt der Unfairness spielte sich dann kurz nach dem Spiel ab: Herr Schurrek bemerkte zu unserem Sportskamerad Kurt Vohwinkel,

„wenn der (gemeint war Kai) so blöde ist, so etwas mit sich machen zu lassen, ist er selber schuld“.

Als dann diese Aussage in die Zuschauer transportiert war, war der Abend dann natürlich in der Folge nicht mehr sehr „sportlich“. Es wurden teilweise Netzbälle beklatscht, teilweise fielen auch sicherlich unpassende Bemerkungen.

Diese Folge hatten aber aus meiner Sicht die Walsumer selbst zu verantworten: Ich habe eine solche grober Unsportlichkeit in meiner mittlerweiler 35-jährigen aktiven und passiven Begleitung dieses doch so schönen Sportes noch nicht erlebt.

Auf den Spieler Schurrek wirft es ein bezeichnendes Licht – so einem ist wahrscheinlich sowieso nicht zu helfen. Erstaunlich fand ich aber auch, wie die Kollegen von Herrn Schurrek aus der Walsumer Mannschaft diese Verhaltensweise billigten und rechtfertigten – ein für mich unvergleichliches Erlebnis; ebenso wie die Erfahrung, als unfair bezeichnet zu werden, wenn man ein solches Verhalten nicht dulden möchte.

Im „unfairen“ Rheinberg hätte im übrigen ein solcher Aktiver keine Zukunft; ja nicht einmal eine Gegenwart.

Den Walsumern wünschen wir ganzem Herzen den Aufstieg – noch einen Abend mit so einer Truppe im nächsten Jahr werden sich von den anwesenden Zuschauern viele nicht mehr antun, obwohl wir eigentlich gerne TT schauen gehen.

Für mich persönlich hatte der Abend noch ein „Nachspiel“: ich habe meinem ebenfalls anwesendem 13-jährigem Sohn einen sehr langen Vortrag über den Vorteil von Sportlichkeit und Ehrlichkeit im Sport halten dürfen –

auch dafür von hier alles dafür herzlichen Dank an alle Betroffenen verbunden mit der persönlichen Hoffnung, zumindest im Tischtennis nicht allzu oft über solche „Sportler“ stolpern zu müssen.

Jürgen Kasberg, Aktiver in der 2. Kreisklasse, in der die Regeln des Verbandes be- und geachtet werden.
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