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AW: Top 40 Damen/Herren
Es ist selbstverständlich für die betroffene Spielerin sehr ärgerlich, auf die beschriebene Weise auf Platz 9 zu landen.
Von der persönlichen Betroffenheit abgesehen: Zwingt der Modus nicht dazu, bis zum Ende des Turniers mit vollem Einsatz und voller Konzentration zu spielen, da die Siege in den vorherigen Stufen in ihrer Bedeutung relativiert werden? Bietet die Austragungsweise nicht die Chance, ein oder auch zwei hauchdünn, vielleicht auch noch mit Pech verlorene Spiele zu kompensieren? Geben die beiden zuletzt genannten Aspekte nicht eventuell dem Konditionstraining einen etwas höheren Stellenwert?
Für den Austragungsmodus spricht meiner Meinung nach aber vor allem, dass wirklich eine große Zahl von Spieler/innen an diesem ranghohen Turnier auf Landesebene teilnehmen kann. Dadurch wird die Folge von "ranglistenähnlichen" Turnieren (Kreis/Bezirk/Land) insgesamt auch durchlässiger. Das scheint mir gerade auch im Hinblick auf die Förderung des Nachwuchses von Vorteil zu sein.
Diese Überlegungen gründen nicht in einer Funktionärstätigkeit beim HTTV, sondern gehen zum einen auf meine eigenen Erfahrungen als Spieler bei Ranglistenturnieren in Niedersachsen zurück, zum anderen auf Trainingsarbeit im Nachwuchsbereich. Wegen der oben genannten größeren Durchlässigkeit der Turnierfolge ist es Schülern und Jugendlichen, die nicht in einem der beiden Landesleistungszentren trainieren, leichter möglich, sich "emporzuspielen".
Die Freistellungspraxis kritisiere auch ich, unabhängig davon, wer sie zu verantworten hat.
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