
10.10.2005, 00:05
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Nomen est omen
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AW: Oberliga Baden-Württemberg 05/06
TTC schwimmt im Abstiegsstrudel
weiter munter auf der Erfolgswelle: 9:4 in Grünwettersbach, 9:6 gegen Ottenau
Mit zwei Siegen konnte sich der TTC Weinheim am vergangenen Wochenende auf die vorderen Ränge der Oberliga Baden-Württemberg schieben. Nach einem nie für möglich gehaltenen Blitzstart ist man jetzt sogar verlustpunktfrei Tabellenzweiter.
Am Samstag Abend konnte man dabei den badischen Ligakonkurrenten Grünwettersbach in der nicht ausverkauften ASV-Arena mit 9:4 bändigen. In den Doppel hatte man wie erwartet den besseren Start erwischt, lediglich Bluhm/Sekinger waren für Lakmann/Beranek nicht zu bezwingen.
Robert Lakmann sollte sich im Einzel aber deutlich besser anstellen: Sicherheitsexperte Matthias Bluhm fing er trotz 1:2 und 5:8 noch auf der Ziellinie ab und wurde vor allem in den entscheidenden Phasen für sein höheres Risiko belohnt. Nach der verpatzten Saisonpremiere konnte auch Andrej Bondarev mit Unterstützung seiner persönlichen Fankurve punkten. Er hatte Joachim Sekinger in den Durchgängen drei und vier immer besser im Griff.
Auch in der Mitte dominierte der TTC. Daniel Pätzold lag in seinem Auftakteinzel gegen Petr Nedoma fast aussichtslos mit 0:2 im Hintertreffen, konnte die Partie aber noch mit einem Gewaltakt umbiegen. An der Nachbarplatte hatte überraschenderweise Peter Beranek mit Angstgegner Jens Rückel deutlich weniger Probleme gehabt, als eingangs befürchtet wurde.
Ein gut aufgelegter Filipe Neves konnte Jens Lamb in vier Sätzen schultern und scheinbar mühelos auf 1:7 erhöhen. Erfolgreichster ASV-Akteur war am Samstag Abend Thomas Holzinger. Er zeigt ein starkes Spiel und bezwang erstmalig Gerd Werner.
Nachdem der alle überragende Lakmann mit Sekingers Service deutlich weniger Probleme zu haben schien, als beim Bezwingen des Riesenschnitzels in der Grünwettersbacher Vereinsgaststätte, hätte bereits Bondarev der einseitigen Partie ein frühes Ende bereiten können. Unerklärlicherweise verlor er gegen Bluhm trotz 2:0-Führung völlig den Faden und das Spiel.
Beim Stand von 3:8 musste darauf nochmals die Mitte eingreifen. Pätzold konnte dabei Rückel zügig bezingen, während Nedoma gegen Beranek nach Ende des Spiels zumindest noch Ergebniskosmetik betreiben durfte.
Am Sonntag Nachmittag gab dann der SV Ottenau um seinen Ausnahmespieler Boris Vukelic seine Visitenkarte in der Heisenberghalle ab. Den noch unbezwungenen serbischen Meister hätte man aber bereits im Anfangsdoppel mit der Rolle des Gratulanten vertraut machen können. Lakmann/Beranek spielten gegen Vukelic/Groß zumindest bis zur 9:7-Führung im Entscheidungssatz wie aus einem Guss.
Nachdem man in den vergangenen Jahren oftmals vergeblich nach den passenden Doppelpaarungen gefahndet hatte, scheint man jetzt beim TTC fündig geworden zu sein: Sowohl Bondarev/Werner als auch Pätzold/Neves blieben am Wochenende unbesiegt.
Im Spitzenpaarkreuz teilte man mit den südbadischen Gästen die Punkte. Bondarev hatte mit Manuel Groß kaum Probleme, Lakmann war gegen Vukelic erstmals ohne Siegchance.
Beranek konnte anschließend den aufgerückten Dave Stößer niederringen, während Pätzold gegen den brilliant aufgelegten Daniel Weiskopf seine erste Saisonniederlage bezog.
Ersatzmann Michael Ruf hielt sich exakt an die taktische Marschroute seines verletzten Mannschaftskapitäns Klaus Wallner und konnte überraschend deutlich Werner ausbremsen. An Filipe Neves scheint im hinteren Paarkreuz momentan kein Weg vorbei zu gehen. Thomas Hillert konterte er nach Belieben aus.
Waren die Einzelspiele im ersten Durchgang alle lediglich über drei Sätze gegangen, sollte es im deutlich spannenderen zweiten Anlauf ganze fünfmal bis in den Entscheidungssatz gehen. Dabei kam auch Vukelic das erste Mal in dieser Saison ernsthaft ins Schwitzen. Weinheims Spitzenspieler Bondarev ließ sein Potential aufblitzen, jedoch ein 6:4 im finalen Durchgang ungenutzt. Im wohl schönsten Match des Nachmittags konnte sich Lakmann im „Hau-Ruck“-Duell mit viel Mühe gegen Groß durchsetzen.
Weiskopf boxte sich anschließend trotz 5:7 im fünften gegen Beranek durch, während Pätzold mit Stößer kurzen Prozess machte und auf 7:6 erhöhte.
Hatte man das komplette Spiel immer in Führung gelegen, roch es genau fünf Minuten lang nach einer 7:9-Niederlage. Werner hielt jedoch dem Ansturm von Hillert im Entscheidungssatz stand, Weinheims fleißigster Punktesammler Neves konnte gegen den starken Ruf ein 0:1 und 7:9 drehen und zur Freude der 50 Fans den Siegpunkt erzielen.
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