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Alt 11.10.2005, 13:42
Günter Günter ist offline
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Günter ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Druck der DTTB-Jugend

Zitat:
Zitat von PeterHGB
Hallo Günter,

Mein Vorschlag bezog sich nicht nur auf die Trainingsmassnahmen in Heidelberg. Pädagogische Betreuung sollte bei allen Trainingsmassnahmen im In und Ausland stattfinden.

Desweiteren wenn wie du umschrieben hast, die Kosten zu 2/3 vom DTTB übernommen werden, so ist dies aus meiner sicht auch nicht OK.

100% sollten es sein. Die Kinder spielen für Deutschland. Ich glaube, dass Eltern schon genug Geld in ihre Kinder investieren.



Gruß

Peter Becker

Hallo Peter,


pädagogische Betreuung im In und Ausland vom DTTB ist schon der letzte Schritt.
Diese Betreuung sollte bereits im Verband, in den besuchten Schulen angehen.

Hier hat Ba-Wü einen ersten Schritt getan. In Ba-Wü gibt es sogenannte "Eliteschulen des Sports", das sind Gymn.- Real- und Hauptschulen. In diesen werden die Bundeskaderspieler mehrmals wöchentlich für Training freigestellt. Der ausgefallenen Stoff (auch der von Lehrgängen) wird mit Lehrkräften dieser Schulen im Einzel- oder Kleingruppenunterricht konzentriert nachgeholt.

In Bayern gibt es so was nicht, hier wird der Schüler freigestellt, ist aber selbst verantwortlich, den Stoff nachzuholen. Es gibt den einen oder anderen engagierten Lehrer (z.B. VP Jugend), der in seinem Unterrichtsfach den Kaderspielern Hilfe anbietet. Dies ist aber nur Stückwerk und keine Lösung.

Über andere Bundesländer weiß ich nichts.

all@

der Spagat zwischen Schule und Sport wird mit dem Älterwerden immer breiter. Irgendwann werden dann die Beine zu kurz und man muss sich entscheiden. Die Einen wechseln die Schule, gehen vom Gymn. in die Real, oder zurück in die Hauptschule, andere wiederholen eine Klasse, andere machen einen Schulabgang und versuchen sich als Profi. Manche treten mit dem Sport kürzer und legen den Schwerpunkt auf die Schule, was auch von vielen Insidern empfohlen wird.

Den richtigen Weg muss jede/r für sich selbst finden.

Das der Leistungssport, besser gesagt der Sport, eine Menge erzieherischen Wert hat ist unbestritten und von Vorschreibern schon gewürdigt worden. Selbst wenn eine/r damit aufhört hat er eine Menge für`s Leben gelernt dass ihm im Berufsleben sicher hilfreich sein wird. Ob es die gebrachten Opfer während der Kinder- und Jugendzeit aufwiegt ist eine andere Sache. Der Vogel sieht es von oben, der Fisch von unten.


Wie sagte mal ein Vater vor Jahren zu mir. „Lieber fahre ich jeden Tag irgendwohin ins Training, als dass ich einmal wöchentlich zur Drogenberatung gehe“.

Gruß Günter
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