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@ausmzoo
wenn mein partner beim kniffeln demnächst in drei würfen hintereinander fünf 6er wirft, beglückwünsche ich ihn, weil er etwas geschafft hat, was ich nicht hinbekommen habe. mit glück kann das schließlich nichts zu tun haben, denn er hat es ja dreimal hintereinander geschafft.
wieso gibt es eigentlich keinen kopfschüttelnden smilie?
normalerweise müßten die ballwechsel bei den profis, die ja jeden tag zweimal trainieren, so gut wie alle nach dem zweiten oder spätestens dritten ball beendet sein, weil einer der beiden spieler den punkt macht durch einen nur hörbaren kantenball (natürlich bewußt so plaziert), oder einen netzroller, der einmal auf der gegnerischen seite aufspringt, bevor er übers netz zurück auf die eigene hälfte tickt? vielleicht liege ich falsch, aber wenn ich profi wäre und netz- und kantenbälle kein zufallsprodukt, sondern immer irgendwie gewollt (weil laut ausmzoo ,,riskiert") wären, würde ich es so machen. schließlich will ich meine spiele ja gewinnen.
wie pfannaflicka schon sagt, durch den größeren durchmesser des balles gibt es wirklich merklich mehr netzroller oder kantenbälle. vor allem in den höchsten ligen merkt man das am deutlichsten, weil die bälle dort umso präziser gespielt werden (trotzdem kann niemand z.b. bei einem topspin-topspin-duell bewußt einen netzroller spielen ausmzoo). auch der anteil an den bällen die mit der schlägerkante getroffen werden, ist hier zweifellos gestiegen. das liegt immer noch an den 40mm bällen, die - wegen ihres größeren umfangs - viel häufiger verspringen, als die kleinen bälle. grade bei den spielern in den höheren ligen sind die schläge und bewegungsabläufe weitgehend automatisiert. will meinen wenn ein jörg roßkopf nach einem guten rückschlag zum gegentopspin am tisch ansetzt (weil er weiß, wo der gegner die kugel hinzieht, kann er sich früh richtig hinstellen) und er die kugel mit der kante trifft, kann er in 95% der fälle nichts dafür. auch bei spielen in der zweiten liga beobachte ich das oft. spieler wie kalun yu, vlado broda, jochen lang, duan yong jun, qi wencheng, evgeni fadeev, wan guohui, frank sternal usw. usw. machen z.b. bei ,,normalen" topspintopspin-duellen (vh-vh) einfach so gut wie keinen fehler, weil sie das absolut automatisiert haben. trotzdem werden gerade die ballwechsel, bei denen der ball viel rotation besitzt, absolut unverhältnismäßig oft durch schlägerkantentreffer beendet.
achtet beim besuch eines erst- oder zweitligaspiels doch einfach mal darauf. am besten kann man es erkennen, wenn man seitlich der platte auf tischniveau sitzt.
hinzu kommt, dass die spieler in diesen ligen nur äußerst selten gelegenheit haben, auf einen versprungenen ball zu reagieren, weil die geschwindigkeit des spiels zu hoch ist.
zweifellos gibt es im tischtennis glück und pech, wie in jeder anderen sportart und ganz allgemein im leben auch. oder würdest du z.b. sagen, dass das freistoßtor, die wo den fc bayern letztes jahr zum deutschen meister gemacht hat, nichts, aber auch gar nichts mit glück zu tun hat ausmzoo? ich oute mich übrigens an dieser stelle als fan des gleichen vereins (kaum zu glauben, nach so einer aussage, was?). und es ist aus meiner sicht auch unzweifelhaft so, dass vor allem die mannschaften, die in der tabelle oben stehen, häufig das nötige quäntchen glück auf ihrer seite haben (beispiel fc bayern?!). andersrum müssen sich vor allem abstiegskandidaten ihre siege extrem hart erarbeiten, bzw. verlieren spiele oft unglücklich. das sehe ich nicht nur bei uns. die formulierung ,,das glück des tüchtigen" muß ja schließlich auch irgendwo begründet sein. es wird ja kaum so gewesen sein, dass sich irgendjemand einfach mal den spruch ausgedacht hat und der bis heute bestand hat. wieso das so ist, kann ich nicht begründen. weil es mir auch nicht besonders logisch erscheint.
ganz wichtig: nicht, dass jemand denkt, ich würd rumheulen, weil wir immer nur pech haben und ,,die anderen soviel nasse hatten und immer nur glück haben, bäääähhh!" no way! so wie es ist, ist schon ok.
Geändert von Ahdow (19.11.2001 um 23:40 Uhr)
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