Derbies sollen ja bekanntlich eigene Gesetze haben, aber das half den Olewigern auch nichts. Erwartungsgemäß entführte die TTSG Wittlich beide Punkte aus Olewig und siegte mit 9:4. Nachdem die drei Doppel klar an Wittlich gegangen waren und Schulz eine Führung von 2:0 gegen Rauen nicht nach Hause bringen konnte, war die Sache eigentlich schon abgefrühstückt.
Gegenpunkte erzielte Olewig jeweils zweimal gegen Kupusovic und Stauber. Für Stauber schienen die Bälle gegen Heinemann Melonen, Medizinbälle oder Flummies gewesen zu sein. So flogen die Bälle jedenfalls, wenn sie sein Schläger berührten, ergo glattes 3:0 für Heinemann. Im zweiten Match gegen Holzmüller erging es Stauber anfangs ähnlich, doch erspielte er sich zwei Sätze und dann im fünften Satz eine eigentlich komfortable Führung (6:0?), mußte sich aber zum wiederholten Male in dieser Saison im Entscheidungssatz geschlagen geben, und zwar aufgrund einer starken kämpferischen Leistung Holzmüllers (Lebt denn der alte Holzmüller noch? Ja, er lebt noch, er lebt noch...) sowie einer suizidalen Affinität zu langen Aufschlägen.
Ein bißchen Aufschlag und etwas Rückhandblock waren für Kupusovic gegen Bläsius und Schulz zu wenig, um diese Einzel gewinnen zu können, wenn auch nicht viel zu wenig. Wobei gerade Bläsius sich das Leben schwer gemacht hat, indem er irgendwie fast immer, wenn er sich eine Führung erspielt hatte, nahezu freiwillig nach hinten gegangen ist. Von da allerdings hat er doch auch so manchen Punkt erzielt, fehlte bei Adi heute der Vorhand-Schuß komplett.
Ein Skandal an sich ist jedoch, daß es im Weinort Olewig vis a vis der Weinberge bei einem Punktspiel der ersten Herrenmannschaft der TT-Abteilung, deren Chef zudem Winzer ist, neben Cola, Fanta etc. lediglich Bier und keinen Rebensaft gibt.