Zitat:
|
Zitat von Jaskula
Das ist nicht der Haken, sondern der entscheidende Unterschied. Rot/Grün hatte nicht nur Vorsprung vor schwarz/gelb (und zwar deutlich), sondern auch eine Mehrheit im Bundestag => ergo einen klaren Regierungsauftrag.
|
Viele Menschen verstehen unter "klarem Auftrag" so etwas wie eine "komfortabele Mehrheit". Ich persönlich würde einem Tischtennisspieler auch keinen klaren Sieg attestieren der im siebten Satz 17:15 gewonnen hat. Aber natürlich ist es klar daß er der Sieger ist
Zitat:
|
Zitat von Jaskula
Merkel hat zwar einen knappen Vorsprung vor Schröder, aber keineswegs auch nur den Hauch einen Regierungsauftrags, denn
- sie hat keine Mehrheit im Bundestag außer mit der SPD
- die Mehrheit hat rot/rot/grün, so daß der Auftrag wohl eher eine sozialere Politik sein sollte als die neo-liberalen Vorstellungen von CDU/CSU.
|
Man kann sicher endlos über nicht koalitionswillige Gruppierungen reden. rot/rot hat dann wohl auch keinen Regierungsauftrag, schwarz/gelb/grün aber schon.... Fakt ist das Votum des Wählers endet mit der Abgabe der Stimme. Wir haben keinen Einfluß mehr darauf welche Koalitionen gebildet werden. Der Auftrag für eine Koalition ist in der Wahl schlicht nicht vorgesehen.
Zitat:
|
Zitat von Jaskula
Letztlich wollten die Wähler alle etwas anderes und sind genauso uneins wie die Politiker es in der Koalition sein werden.
|
Exakt, ansonsten hätten wir dieses Dilemma nicht.