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Zitat von Jaskula
Du hast behauptet, daß der Regierungsauftrag für Merkel 2005 deutlicher ist als der für Schröder 2002, weil Schröder ja nur 0,0015 % Vorsprung gehabt hat, Merkel aber mehr hat. Diese Behauptung ist aber schlicht falsch. Denn die mehrheit im Bundestag ist die voraussetzung dafür, die hatte Schröder2002, Merkel 2005 aber nicht.
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Du irrst dich, Angela Merkel wird 2005 die Mehrheit im Bundestag haben und das wohl mit mehr Stimmen als Schröder sie jemals hatte
Okay ich weiß du willst ja auf was anderes raus. Also noch mal Keyser Soze wollte verdeutlichen, daß es 2002 kein klares Votum des Wählers gab und 2005 auch nicht (so habe ich das jedenfalls verstanden). Allen Leute die was anderes Behaupten hat er die legitimer Weise die Zahlen unter die Nase gerieben. So etwas nennt mal landläufig "Argument" und es ist durchaus üblich und auch legitim statistische Zahlen dazu zu verwenden.
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Zitat von Jaskula
Unser Prof in Statistik hat zu Beginn der Vorlesung erst einmal Beispiele gebracht, was man Statistiken alles machen kann. So wurde, das weiß ich noch, in England mal der Zusammenhang zwischen Durchfallerkrankungen und Börsenkursen eindeutig statistisch belegt. Daraus kann man seine Schlüsse ziehen, oder es lassen.
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Ich kenne natürlich die Beispiele deines Profs. nicht, aber ich denke das allgemeine Problem der Statistik liegt in folgenden Punkte.
a) Isolierung der günstigen von den ungünstigen Fällen. Man läßt also die negativen Beispiele außen vor und verfälscht so das Bild.
b) Übertragung der evtl sogar korrekten statistischen Schlußfolgerung auf ein anderes Feld (Quervergleich) ohne dabei zu berücksichtigen ob dieser Übertrag überhaupt legitim ist.
Probelm a) liegt nach meiner Meinung nicht vor und an Problem b) entzünden sich die Geister (-> Ist es legitim zu behaupten, daß die stärkste Partei nach Willen des Wählers regieren sollte ...)