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Alt 25.10.2005, 12:17
Jaskula Jaskula ist offline
hasst die 11
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Jaskula ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Schröder wählen ist Quatsch!

Zitat:
Zitat von mithardemb
Bzgl. Stärke von Schröder und Schwäche von Merkel geben ich zu bedenken, daß Schröder ganz und gar kein starker Bundeskanzler war. Er hat während seines Kanzleramts den Parteivorsitz abgeben müssen, er hat einige Male Vertrauensabstimmungen benötigt etc. Kohl ist als starker Kanzler in die Geschichte eingegangen, Schröder nicht. Ob das gut oder schlecht ist, steht auf einem anderen Blatt.
Abschließende Vergleiche und Beurteilungen sind sicher erst mit Abstand möglich, zumal dann solche Dinge wie Abgabe des Parteivorsitzes sicherlich in den Hintergrund der Betrachtung rücken werden.
Die ganzen Details, die in der Kohl-Ära viel Unmut erzeugt hatten sind wohl auch nicht mehr präsent und es bleiben nur noch ein Grundgefühl und ein paar Highlights der Amtszeit übrig.


Zitat:
Zitat von mithardemb
Bzgl. der Bezeichung Kohls als Birne ist es egal was die Titanic schreibt. Es ist und bleibt eine Beleidigung und die sollten wir vermeiden, ob es nun um Merkel, Schröder, Kohl, Schmidt etc geht.
Das ist wohl wahr.

Zitat:
Zitat von mithardemb
Bei der Parteigeldaffäre hat Kohl sich und seiner Partei großen Schaden zugefügt. Allerdings muß man ihm zu Gute halten, daß er nicht in die eigene Tasche gewirtschaftet hat. "Käuflich" paßt nicht vom Zusammenhang. Aber es hat ganz gewiß einen großen Schatten auf einen großen Staatsmann geworfen.
Da die meisten Hintergründe nicht endgültig aufgeklärt sind, ist für mich, subjektiv, zwar der eigene finanzielle Vorteil bei Kohl nicht erkennbar, aber daß mit Geldern Einfluß auf Politik genommen wurde scheint mir sicher.
Von Elf-Aquitaine über die Krause'schen Raststätten im Osten zu den verkauften Panzern eines Herrn Schreiber ist das für mich ein Korruptionssumpf, in dem Kohl ganz tief mit drin steckt.


Zitat:
Zitat von mithardemb
Ich glaube von der Regierungszeit Schröders werde vor allem die entschäuschten Erwartungen im Gedächtsnis verweilen. Das ist natürlich in großem Maße der Globalisierung und nicht ihm anzulasten.
Ich denke aber, daß die enttäuschten Erwartungen sich relativieren werden, wenn man erst mal die nächsten 5 Regierungsversuche bis zum Jahr 2008 zum Vergleich heranziehen kann.
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