ONTOPIC
Sehr leichte balsahölzer findet man auch unter der marke re-impact (bemüh dazu mal die suchfunktion). Meinungen dazu sind durchaus kontrovers. Für mich irritierend vermittelt deren fanschar allerdings phasenweise etwas "erleuchtetes" in der art und weise, wie sie diese produkte verehren. Vielleicht wirbt der hersteller auch deshalb mit dem slogan 'die wunderhölzer aus dem norden'? An mir ist die bekehrung trotz zweier versuche zumindest gescheitert. Kann aber auch daran liegen, dass ich keine noppen spiele - für diese spezies sind die genannten hölzer wohl besonders interessant.
OFFTOPIC
Zitat:
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Zitat von Drizzt
Ich hab da mal ne Frage: Woher weiß die ITTF (oder von mir aus der Schiri bei nem Turnier der sich meine Keule anguckt) das mein Eigenbau den Richtlinien entspricht?
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Da sich die von der ittf angekündigten neuen netz/belaglehren, in die die kombierten röntgenscanner/ metalldetektoren eingebaut sein sollen, bisher noch in der auslieferung verzögern, vertraut der ausgefuchste schiri dem feuerzeugtest - wenn's brennt war's wohl holz, wenn's zu sehr stinkt, weniger als 85%...
Im ernst - am ende ist das interesse wohl gar nicht so gross, die holzregel total zu überwachen - sonst hätte man ja noch ein zulassungsverfahren.
Ausserdem - wenn man mogeln will, was könnte man durch mogeln gewinnen? Schliesslich kann man ja bereits jetzt aus holz und den erlaubten zusatzstoffen ohne probleme sowohl eierige papp(l)ige krücken als auch unkontrollierbare harte prügel herstellen.
Ich glaube einfach nicht, dass sich mit einem ultraleichten irregulären styroporkern+aussenfurnier solch bahnbrechend unterschiedliche spieleigenschaften im vergleich zu regulärem holz herstellen liessen, dass diese dann a) spielbar und darüberhinaus b) extrem wettbewerbsverzerrend wären. Und auch eine holzfreie satellitencarbonkunststoffspaceshuttlesupermetal-keule wäre am ende wohl auch nur eines: zu schnell, zu langsam oder genau richtig.
Für die einhaltung der regel (im weitesten sinn) steht auch, dass bestimmt 99,999% der spieler ihr material sowieso von eingeführten tt-marken erwerben, die ihr know-how und ihre bezugsquellen traditionell im holzbereich haben.
Ohnehin wirkt die holzregel auf mich eher als ein bestandsschutz gegenüber diesen herstellern, damit nicht vielleicht mal ein findiger taiwanese die welt mit 3€- plastik"brettern" überschwemmen könnte, die dann merkwürdigerweise genauso wie alle anderen funktionieren (ich weiss das natürlich nicht, plastik ist ja nicht erlaubt, aber vorstellen könnt' ichs mir).
Schliesslich interpretieren auch die grossen hersteller selbst unter dem innovationsdruck, den kunden alljährlich eine neue wunderwaffe aufdrücken zu wollen, die regeln schon mal etwas weiter. (Siehe stigas tube alu, sunflex' cross-carbon, nur um mal zwei, die auch hier im forum bereits diskutiert wurden, zu nennen) Eigentlich müsste auf lange sicht die holzpflicht fallen.
Letztlich muss sowieso der spieler entscheiden, womit er spielen kann, und womit nicht. Und warum sollte er das nicht mit kunststoff pur tun?
Ach, das 3€-plastikbrett gibts längst schon? Eine schaumgefüllte spritzgusskunststoffhülle, carbonlaminiert mit einer silbern rundumversiegelten hartschaumschlagfläche? Kostet im handel aber 125€? Ordentliche gewinnspanne, da steht wohl ein gesund kalkulierendes unternehmen dahinter. Und so gewieft - bei dem pricing käme nie einer drauf, dass da nicht die ausgesuchtesten und feinsten furniere verwendung finden. Wie soll das ganze heissen - Kreanga Carbon? Das halt' ich aber für ein ganz, ganz böses gerücht

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vom holzweg grüsst
madmatt