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AW: Biegfestigkeit bei Hölzern
@Bow:
Mich interessiert wirklich mal ob es wirklich einen merkbaren Unterschied macht ob man ein "Topspinholz" oder etwas steiferes spielt. Ich bin mir auch gar nicht sicher ob es mehr an den meist weicheren Außenfurnieren oder der höheren Elastizität der in der Regel langsameren Hölzer liegen soll.
Vielleicht läßt sich das Mehr an Spin auch dadurch erklären, dass mit einem elastischen Holz (ich nehme an, dass es langsamer ist als ein steiferes Vergleichsholz) beim Topspin mehr Energie in Rotationsenergie als in Bewegungsenergie übertragen wird. So fällt es leichter Rotationstops zu ziehen und man folgert daher fälschlicherweise dass man mit elastischen Hölzern mehr Spin rein bekommt.
Wegen der Holzelastizität und des weicheren dämpfenden Materials muss man den Ball nicht so tangential treffen wie bei einem harten Holz um mit Spin zu spielen, da der Ball beim harten Holz untangential getroffen viel schneller weg wäre und somit weniger Reibung übertragen werden könnte. Die Elastizität wirkt beim Holz ja auch im Gegensatz zum Belag eher dämpfend.
Ich habe eigentlich keine Ahnung, ob man mit elastischeren Hölzern mehr Spin reinbekommt. Subjektiv habe ich zwar mit nem Off-Classic das Gefühl gehabt ein wenig
mehr Spin spielen zu können als mit meinem steifen Powerfeeling, aber die Bälle waren auch langsamer (->obiges Argument).
Für mich überwiegt der Vorteil eines etwas steiferen Holzes aufgrund der Präzision.
Letztendlich glaube ich, dass das Holz doch eher wenig Wirkung auf die Spinentwicklung hat, so hat Samsonov mit seinem Allround-Holz ja nicht unbedingt einen Spin-Vorteil gegenüber Boll mit seiner steifen Kelle (was natürlich nichts aussagt). Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.
Gruß an alle
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