Zitat:
Original geschrieben von Siedler
Ich denke mir mal. dass wir uns nächstes Jahr zu Recht aufregen werden, wenn die verdeckten Aufschläge out sind. In diesem Fall werden schwächere Spieler zu unrecht bevorteilt.
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Gehört zwar nicht ganz zum Thread - aber das kann ich nicht ganz unwidersprochen lassen. Sinn dieser Regeländerung ist es doch gerade, den "Glücksspiel"-Faktor zu reduzieren. Und zwar, indem es dem Annehmenden ermöglicht wird, zu erkennen, ob ein Aufschlag z.B. mit Unter- oder Überschnitt gespielt wird. Folge wird deshalb nicht sein, dass ein schwächerer Spieler bevorteilt wird, sondern dass die Anzahl der direkt durch den Aufschlag erzielten Punkte zurückkgeht. Das sollte übrigens eigentlich im Interesse aller sein, die möglichst viele längere Ballwechsel, die Tischtennis attraktiv machen, wollen.
---> Das gleiche Ziel wurde in den 80er Jahren übrigens auch angestrebt, als man die unterschiedlichen Belagfarben verbindlich machte. Auch da ging es in erster Linie um die Entschärfung der Aufschläge. Vorher wurde unter dem Tisch gedreht und dann aufgeschlagen - keine Chance, zu erkennen, ob der Ball nun z. B. mit Noppen innen, griffigem oder Anti-Top-Belag getroffen worden war mit dem entsprechenden Zufallsfaktor.
Zum Ausgangsthema nur soviel: Die neue Zählweise ist meines Erachtens kein Einflussfaktor auf die Frage, ob es mehr Glücksbälle gibt oder ob ihnen mehr Bedeutung zukommt. Aber der größere Ball schon, denn durch den größeren Durchmesser steigt rein mathematisch die Wahrscheinlichkeit, dass es "Streifschüsse" gibt. Vorrechnen kann ich euch das allerdings nicht, dazu bin ich in Stochastik nicht genügend bewandert...