Habe hier viel gutes zum Thema gelesen aber auch viel falsches.
Wie einige von Euch bereits schon angesprochen haben gibt es nicht "den" Aufschlag. Dieser ist immer
-abhängig vom Gegners Schwächen/Stärken
-abhängig von des Gegners Spielklasse
-abhängig vom Material des Gegners/eigenes Material
-abhängig von den eigenen Stärken/Schwächen
Meiner Meinung reicht es wenn man 2-3 unterschiedliche Standartaufschläge besitzt. Änlich wie die Profis z.B Boll der im Prinzip nur zwei Standartaufschläge macht. a) mit Rechtsschnitt und b) mit Linksschnitt. Diese jedoch hinsichtlich der Platzierung (kurz, halblang, lang, in VH, in Rh in Mitte) und der Rotation (Sl,SOl, SUl,SR,SOR,SUR,OS,US) variert.
Es gilt lieber ein paar weniger unterschiedliche Aufschläge dafür sollte jedoch die Qualität der Aufschläge welche man im Repertoire hat stimmen. D. h. es nützt mir nichts wenn ich einen kurzen Aufschlag spielen möchte und dieser ist dann doch halblang. Für ebenso wichtig halte ich den hier bereits angesprochenen Punkt, das der Gegner immer im unklaren sein muß welchen Aufschlag man spielt. Der beste Aufschlag nützt einem nichts wenn der Gegner weiß welchen Aufschlag man spielt. Denn irgendwann stellt sich jeder Gegner auf den Aufschlag ein und die Qualität des Rückschlages nimmt zu.
Einige von den Usern beschreiben das sich überwiegend lang aufschlagen und zwischendurch mal kurz...spielen dann allerdings höchsten Kreisliga.

Hallo, was versteht ihr bitte unter einen kurzen Aufschlag??? Ich bezweifel sehr das ein großteil der Spieler unterhalb der 1.Bezirksklasse einen wirklich kurzen Unterschnitt Aufschlag beherrschen.
Ich persönlich baue mein Spiel überwiegend über kurzen RH (SO, SU,U) und zur Überraschung den gleichen Aufschlag lang entweder weit in die VH oder RH mit den gleichen Schnittvariationen auf. Den anschließenden meist langen Schupf oder Flip nutze ich dann für meinen eigenen VH oder RH Topspin. Gegen den Großteil der Spieler in meiner Klasse (Bezirksliga) denke ich wirklich das ich den kurzen Aufschlag gut beherrsche. Eines besseren werde ich dann allerdings regelmäßig belehrt wenn ich gegen Spieler ab Landesliga Oberes Paarkreuz aufwärts spiele.
Da ich selbst über ein schwache Passivspiel (insbesonder Block/Kontern)verfüge, jedoch für meine Klasse über einen recht gutes aktives Spiel (insbesondere VH-Topspin), probiere ich eben kurz und halblang aufzuschlagen, um selbst sofort die Initiative zu ergreifen. Gegen wirklich gute Topspin-Angriffspieler, geraten mir jedoch von 10 gewollten kurzen Aufschlägen 3-4 zu lang, d.h der Rückschläger kann mit VH oder RH-Top eröffnen. Da ich dies aus den aufgeführten Gründen absolut vermeiden möchte steigt natürlich der Druck den Aufschlag kurz zu spielen. Bedingt dadurch produziere ich dann nochmal von den 10-Aufschlägen 1-3 Fehlaufschläge, die dann zu kurz sind (Ball landet im Netz). Bleiben von den 10 gewollt kurzen Aufschlagen durchschnittlich nur noch 4-6 Aufschläge (40-60 Prozent)die ihr Ziel gegen gute Spieler wirklich erreichen und so kurz sind das der Spieler nicht mit VH oder RH-Topspin eröffnen kann.
Gegen Spieler meiner Klasse schätze ich diese Erfolgsquote (d.h Gegner kann nicht mit Topspin eröffnen auf durschnittlich 70-80%, ab Kreisliga und tiefer liegt hier meine Quote geschätz bei 80-90%. Beim Aufschlagtrainig ohne Gegner liegt meine Quote das ein kurzer US-AS 2-3 mal auf die gegnerische Tischhälfte aufspringt bei ca.70-90 %.
...um es kurz zu machen.

Ich denke es geht vielen ähnlich. Die Qualität der eigenen Aufschläg ob nun kurze AS oder langer AS mit Schnitt oder ohne, werden einem erst dann aufgezeigt wenn man gegen deutlich stärkere Spieler spielt, wo der Druck mit des Gegners Spielstärke proportional ansteigt einen guten Aufschlag produzieren zu müssen. Da man sonst nicht in sein eigenes Spiel kommt.
Genauso die Aussage das lange Aufschläge in höheren Klassen sofort erfolgreich angezogen werden stimmt so nicht. Dies hängt ganz klar von der Qualität des langen Aufschlages ab und natürlich von seinem Überraschungmoment. Hier muß ich Markus S. absolut zustimmen. Ich hatte mal das Vergnügen ein paar mal bei Hong Yang trainieren zu dürfen, für die ihn nicht kennen (spielt jetzt 1. Buli bei Werder an 5 und war davor mehrere Jahre bester Spieler im MP der 2.Buli Nord). Wir machten auch ein paar Trainingsmatches. Die langen Aufschäge waren so schnell und so platziert, das ich nicht einen einzigen erfolgreich (d.h. ich bin danach in einem spielerischen Vorteil) anziehen konnte. .....und ich behaupte auch das dies nur sehr wenigen Spieler unterhalb der Verbandsliga gelingen wird.

Das Problem ist einfach das die wenigsten Spieler über einen guten langen Aufschlag i.V.m kurzen Aufschlägen verfügen, so daß man schnell dazu geneigt ist solche Aussagen zu treffen.
Da Aufschlagtraining auch immer mit Rückschlagtraining eiherergeht möchte ich mich noch kurz auf diesem beziehen. Im Forum lese ich dauernd von irgendwelchen Usern, das sie kurze Aufschläge einfach kurz zurücklegen (LN-Spieler mal ausgenommen, aber gegen die schlägt man ja auch nicht kurz auf

) oder einfach flippen (ist ja auch total easy

,warum kann ich das nur nicht vernüpftig:confused: ) aber warum gelingt dies höchstens 15% meiner Gegnern in der Bezirkliga Herren mit einer Erfolgsquote von mehr als 50 %:confused: (d.h. 1. der Rückschlag ist wirklich kurz und flach ich kann also nicht anziehen bzw. durchflippen oder 2. der Flip ist so gut, das der Gegner einen spielerischen Vorteil dadurch erlangt). Geschätzte 85 % beherrscht diese Schläge nicht bzw. ziehen dies gar nicht in Erwägung. Also warum ist das so??? Ist mein Aufschlag so gut??? ganz bestimmt nicht s.o. Es mag ja durchaus Spieler hier im Forum geben die das wirklich gut beherschen, aber diese spielen dann auch mindestens Bezirksliga.
Das ganze ist im Prinzip ja auch völlig wurscht, mich aber regen solche Aussagen tierisch auf

. Es wäre sehr hilfreich wenn jeder User einfach seine Spielklasse ins Profil reinschreibt. Dann könnte ich wenigstens solche Aussagen ins rechte Licht rücken und sie einfach unter "Quatsch mit Soße" oder "möchtegern" zur Kenntnis nehmen und in der Kategorie "Mülleinmer" ablegen.