"Besser sein wenn´s zählt" von ??? (hab´s gestern erst verliehen, deshalb kann ich nicht nachschauen)
von Railo, Willi, ISBN: 3-928008-00-5
Erscheinungsjahr: 1999, Lieferzeit: Neuauflage lt. Verlag:
nach einem Ausflug zu buch.de
knappe Spielstände üben ist schon richtig, wenn´s noch echter werden soll und andere Varianten:
- Bestrafung (Strecksprünge, Liegestützen, 5,- DM, oder was auch immer) für verlorene 8:8-Sätze im Training, sollte aber eine "spürbare" Strafe sein (mußt Du Dir aber sehr genau überlegen, kann auch zu noch mehr Angst führen oder zu: ich schaff´s ja eh nicht Reflexen)!!!
- Ziele verändern (aber wirklich und in Abstimmung mit Mitspielern und Trainer): z.B. im 5. Satz ganz konsequent eine Taktik spielen, im 5. Satz immer Topspin spielen
- woher kommt die Angst vor der Niederlage (Dein eigener Leistungsdruck oder vom Trainer oder von den Mannschaftskameraden oder von Zuschauern, z.B. Deinen Eltern, Dein Freund, usw.), wenn festgestellt, versuch es zu verändern (eigene Ziele ändern, mit Trainer sprechen um gemeinsame Ziele zu ändern, Mitspielerinnen darauf hinweisen, daß man gelobt wird für das gute Spiel nach knapp verlorenen Spielen und nicht bös angeschaut für die Niederlage)
- das Spiel analysieren und sich selbst klar machen, das der Schlag X der erfolgreichste (bzw. erfolgversprechendste) ist und das immer wieder in den Kopf hämmern
- im Training feste Spielzüge trainieren, die bei knappen Spielständen fast automatisiert gespielt werden können (z.B. kurzer Aufschlag in VH des Gegners, bei kurzem Rückschlag Flip, bei langem Rückschlag VH-Topspin, usw.), WICHTIG: es darf für den Gegner immer nur wenige Alternativen zur Antwort geben und die nächste Aktion muß wirklich gut "sitzen"
- bestimmte Verhaltensweisen fest einbauen (z.B. genau 3x auftippen des Balles vor dem Aufschlag oder drei tänzelnde Schritte vor dem Rückschlag, ...)
- wenn Du die Auszeit sonst nie nimmst: immer bei z.B. 8:8 im 5. wird Auszeit genommen (dann auf feste Verhaltensweisen in der Auszeit achten: z.B. immer was trinken)
- sich immer wieder einreden, daß Du gut bist
Insgesamt gibt es viele Möglichkeiten daran zu arbeiten. Aber es dauert und geht nicht von heute auf morgen. Vieles kannst Du für Dich machen, bei einigen müssen Dir Trainer, Mitspieler und vielleicht sogar Außenstehende helfen. Genau und objektiv analysieren woher die Angst vor der Niederlage kommt, ist dabei das Wichtigste, sonst hilft alles nichts.
Viel Erfolg
Joachim