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Zitat von Manfred
Es geht bei den Profis doch nicht darum, ob sie gegen ein bestimmtes Spielsystem gerne spielen. Das Ziel ist, erfolgreich zu spielen. Und dazu gehört auch, so zu trainieren, dass gegen alle Systeme erfolgreich gespielt werden kann. Die Defensiv-Kombination, die es laut Prause ("solche Kombinationen gibt es in der Welt kaum") kaum gibt, hat soeben gegen das letzte chinesische Doppel gewonnen.
Ich halte es einfach für falsch zu sagen, im Training das Spiel gegen Abwehr-Doppel nicht zu trainieren, weil es die in der Welt kaum gibt. Das ist falsch. Bei der vorletzten EM hat ein Defensiv-Doppel gewonnen, Boll und Süß haben jetzt zweimal nacheinander gegen solch ein Syste verloren.
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Mit "gerne" spielne meinte ich natürlich "gut zurechtkommen". Natürlich versucht ein Profi bestmöglichst abzuscheiden und reichtet sein Training daraufhin aus.
Sollten vermehrt defensive Doppel auftauchen und erfolgreich sein wird man sicher nicht nur in Deutschland darauf reagieren. Bisher war das aber nicht der Regelfall. Deshalb wurde natürlich das Training gegen die anderen (häufigeren und erfolgreicheren) Spielsysteme aufgesetzt.
Stimmt Boll/Süss haben zweimal hauchdünn in sieben Sätzen gegen ein defensives Duo verloren. Richard Prause hat auch nicht gesagt, daß es ihm das Erebis egal ist, weil man ja gegen ein Defensiv-Doppel verloren hat sondern folgendes:
Zitat:
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"Unser Doppel hat sicherlich gegen Defensive nicht seine absoluten Stärken, aber wir müssen deshalb nun nicht unser Training darauf ausrichten, da es solche Kombinationen in der Welt kaum gibt.
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Ich halte es bei diesen engen Ergebnissen auch für vernünftig kontinuierlich allgemein weiterzuarbeiten und nicht auf einen Schwerpunkt gegen Defensive zu setzen. Anfernfalls würden die selben Stimmen bei einer Niederlage von Boll / Süß gegen ein offensives Doppel wohl genau das Gegenteil vorwerfen.