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AW: Gambler Aktivitäten
KKK is ON!
BC,BTK (und family), Sonja und BB waren auch ON und total begeistert, der fränkische tag schrieb:
Erhängte Nikoläuse und der Punsch im „Glees-Topf“
Kabarettist Klaus Karl Kraus bringt Gasseldorfern „A schöne Bescherung“
Ebermannstadt. „Die Oberbayern haben die Berge, wir Franken den Horizont“. Nach diesem Motto verbreitete Klaus Karl Kraus mit seinem Programm „Schöne Bescherung“ bei der Comedy auf'm Dorf in Gasseldorf Lokalpatriotismus pur.
von Josef Hofbauer
„Auch wenn wir mit Markus Söder und Lodda Maddäus zwaa Hohlkörper verkraftn müssn“ bedauerte der Erlanger Kabarettist. Der fränkischen Lebensart gestern und heute stellte er die Maxime der Mitarbeiter einer großen Weltfirma gegenüber. Die New-Age Welle und die pädagogischen Ideale seiner Nachbarin, der „Frau Bindestrich“ aus Düsseldorf hält KKK für nicht anderes, als „a Arschgschmarri“.
Dennoch muss der bekennende Club-Fan einräumen, dass sich die Zeiten geändert haben. „Früher sind wir an Allerheiligen auf den Friedhof gangen. Heut hamma Halloween. Da kumma de Leichen zu dir an die Haustür“ berichtet er. Und auf die Frage: „Süßes oder Saures?“ gibt es nur eine Antwort: „Pudel oder Kampfhund?“; auch wenn sich die Frau Bindestrich beschwert.
Seiner siebenjährigen Tochter bastelt Klaus Karl Kraus im Gegensatz zu seinem Nachbarn aus Düsseldorf - der mit der blauen Lichterkette aus Hongkong - keine Laterne. Dafür erklärt er ihr die Vielzahl der erhängten und erschlagenen Nikoläuse an den Hauswänden pragmatisch: „Di senn zu früh kumma“!
Ebensowenig wie die Preußen, mag KKK Grünkern-Brätlinge und Elternabende, denn da hat er die Frau Bindestrich kennengelernt. „Ein anatomisches Wundes, das auf Ohr-Atmung umschalten kann“ und 14 Minuten ununterbrochen redet. Beendet wird der Monolog mit dem Einwurf des „Aboridschinell“: „Vielleicht is deiner bleed“.
Auf den Christkindlesmarkt geht KKK auch nicht mehr, denn beim letzten Mal sei er durchgeschoben worden; an seinen Beinen hätten sich Koreaner oder Japaner festgeklammert. Gemerkt hat er das nur, weil es unter seiner Achsel „dauernd geblitzt hat“.
Wehmütig denkt KKK an die Zeiten, als der Vadda am Heiligen Abend den „Gleestopf“ zweckentfremdet und darin Punsch gekocht hat. Den Großteil davon hat der auch selbst getrunken und deshalb gegen 17 Uhr beschlossen: „Ich geh heia ned in d´ Mettn“. Genutzt hat ihm dieser Standardsatz nix. „Um halba elfa ham mia den Altn anzogn und dann sen ma los“. Vorsicht geboten war nur an Jägerzäunen, da hielt er sich immer fest. „In der Kerng hod da Vadda meisdns gschloofn. Blos aamoll is a aufgwacht und die Situation im dunklen Gotteshaus mit den Sternlas-Speiern und den brennenden Kerzen, in dem die Gläubigen voll Inbrunst „Stille Nacht“ sangen, gründlich missverstanden. „Lauthals hat er gebrüllt: „FCN“!
Verständigungsprobleme seien beim Fränkischen allerdings keine Seltenheit. Als der Forchheimer OB Franz Stumpf der Delegation aus Rovereto nach einem Besuch auf den Kellern eine neue Sporthalle zeigte und die finanzielle Dimension dieses Bauwerkes mit den Worten umschrieb: „D´Hallallaa 3,4 Milliona“ sei die Dolmetscherin ausgestiegen.
Ebermannstadt, wo die Tochter von Klaus Karl Kraus das „Seepferdchen“ erwarb und die Fränkische Schweiz, seien weitgehend von nord- und westdeutschen Einflüssen verschont geblieben. Hier laute die Standard-Antwort auf alles Unbekannte: „Hammanedd“. Einzige Neuerung. Eine „Duddifruddi-Doddn“ aus dem Markt Wiesenttal. Auf der an deren Seite gebe es auch die Ahoi-Brause wieder. Am liebsten Waldmeister-Geschmack. „Das Ekstasy der 60-er Jahre“.
Erfreulicherweise werde in der Fränkischen Schweiz noch fränkisch gesprochen. So wie die beiden Mädels. „Wenn du dia dei Dadoo noo machen lässt, lass i mi piassen“. Und von da zum fränkischen Budda-Blädzli-Rap, der die Menge zum Abschluss toben lässt, ist es nur noch ein kleiner Schritt.
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Float like a butterfly, sting like a "bumbl" bee
Frei übersetzt: einfach mit der Rückhand durchröhren!
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