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AW: Videoanalyse
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Aufnahmewinkel der Kamera entscheidend ist.
Zuerst stand ich mit meiner Digitalvideokamera hinter einem Spieler, um die Beinarbeit zu dokumentieren; das ist aber nicht effizient, da man die Spielsituation nicht richtig überblickt und so nur sagen kann: Sei flotter auf den Beinen.
Dann habe ich mit ein Stativ besorgt und so weit ausgefahren, wie es geht. Da hat man auch den Tisch zu sehen bekommen, aber höchstens zu zwei Dritteln.
Also einen Tisch aufgebaut, dann das ausgefahrene Stativ drauf und fertig ist die optimale Vogelperspektive. (Die Kollegen haben sich zwar einen abgegrinst, aber das Ergebnis war nicht schlecht)
Die Vogelperspektive ermöglicht es in erster Linie natürlich, die Spieltaktik zu überdenken. Lange Bälle anziehen, umlaufen etc (wie es hier schon erwähnt wurde!).
Das Stativ etwas versetzt hinter dem Spieler für die Bewegungsstudie.
Wir haben das mal bei unseren Schülern beim Robotertraining eingesetzt, die haben sich aber gewundert. Wenn man so etwas macht, ist es aber wichtig, dass die visuelle Erkenntnis direkt nach dem Durchgang kommt, in unserem Fall hab ich die Digicam an meinen Laptop angeschlossen und so konnten sie noch im Schweiße ihres Angesichts die Technikfehler erkennen und im nächsten Durchgang verbessern!
Und als Abschluss: Wenn man sich selbst spielen sieht, ist man erstmal IMMER zu selbstkritisch, weil man es einfach nicht gewohnt ist. Das ist wie beim Anrufbeantworter, wenn man seine Stimme hört kommt sie einem fremd vor.
mfg dw
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