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AW: Frischklebe ersatz! Was wählt ihr?
Das weiß niemand, wenn man den Forumsbeiträgen bis vor einem Jahr glauben darf waren/sind es nicht wenige. Ich hoffe, dass sich durch die anhaltende Diskussion die Zahl verringert hat. Im übrigen ist das so eine Sache mit Durchschnittswerten. Kleben einige Unverbesserliche in einem Verein ständig mit Eigenmischungen und Schwarzmarktklebern, so sind auch die anderen Sportler stark gefährdet. Es ist keine Verteufelung des Frischklebens, diese Gefahr beim Namen zu nennen. Toluol ist ein Nervengift und Benzol ist außerdem karzinogen. Dies ist unstrittig. Halogenorganische Kohlenwasserstoffe, wie Tri, fördern, zusätzlich zu den genannten Symptomen, indirekt die Ausscheidung von Schilddrüsenhormonen über die Galle oder binden an die Rezeptoren der Schilddrüsdenhormone. Funktionsstörungen der Schilddrüse und Entwicklungsstörungen von Kindern und Jugendlichen werden in der Literatur beschrieben (siehe EULEN-Spiegel; Wissenschaftlicher Informationsdienst des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften; Nr. 3; 1996).
Bei der Verwendung dieser Substanzen in Klebern wird bei den üblichen Klebevorgängen in der Umkleide der kritische Grenzwert so gut wie immer überschritten.
Doch selbst, wenn alle nur die erlaubten Kleber benutzen würden, wären nach dem Gutachten des Bundesinstituts für Risikoabwägung Kinder gefährdet. Kinder kleben selbst und in der Regel in der Umkleide. Bei regelkonformem Kleben im Freien sind die Konzentrationen relativ gering. Der Hauptinhaltsstoff Cyclohexan besitzt nur eine geringe akute und chronische Toxizität. Ausgenommen ist jedoch die akute Neurotoxizität. Desweiteren enthalten Frischkleber Heptan und Isomere, n-Butylaceatat, Ethylacetat sowie Kohlenwasserstoffe wie Spezialbenzine.
N-Butylacetat ist etwas giftiger, als Cyclohexan, n-Heptan hingegen weniger toxisch.
Laut Sicherheitsblatt "ist für ausreichende Entlüftung zu sorgen" und "darf nicht in die Hände von Kindern gelangen". Letzteres wird trotz gesetzlichem Verbots nicht eingehalten.
Daher fordert das BfR ein Klebeverbot für Kinder.
Über die Langzeitwirkung der genannten organischen Lösungsmittel bei angenommenen zwei bis vier Trainingstagen und Kleben in der Kabine streiten sich die Experten. Die vorliegenden Stellungnahmen konnten die ITTF nicht von der Ungefährlichkeit überzeugen.
Gegen Kostenübernahme kann ich die ausführlichen , englischsprachigen Unterlagen zusenden (etwa 100 Seiten). Wesentliche Grundlagen sind die "Encyclopedia of Clinical Toxicology" und "Occupational Toxicants" (Critical Data Evaluation for MAK Values and Classifikation of Carcinogenes).
Geändert von Rudi Endres (12.12.2005 um 22:28 Uhr)
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