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Alt 01.01.2002, 13:11
User 1878 User 1878 ist offline
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So, nun also auch von mir ein erster Testbericht:
Spielklasse:Bezirksoberliga mitte (entspricht in einigen anderen Landesverbänden wohl Landesliga).
Palio rot ox auf
Nittaku airplay carbon.

Vergleichsmaterial:
neubauer super special rot ox, gleiches Holz.

Spielsystem wohl wie Pete(r), also VH-dominiert, RH möglichst am Tisch Stör, Vorbereitung für VH.
Bei Rückschlag häufiger mal lange Abwehr.

Fazit gleich zu Beginn:
Auch bei mir wird der Palio mein Rückrundenbelag. Begründung:

Im Spiel nach vorne um Längen besser als jeder andere glatte LN-Belag, den ich kenne (vielleicht kommt der glatte 837 da ran, jedoch bei deutlich schlechterer Kontrolle).
Aus nahezu jeder Situation habe ich mit dem Palio auch ohne Drehen von der Rückhandseite aus die Möglichkeit, das Spiel wieder aktiv zu gestalten, während man m.E. mit dem Neubauer hinter dem Tisch nun tatsächlich nur noch reagieren kann.

Bestätigen kann ich den Eindruck, dass bei allen Schlägen eine eher längere Bewegung die Möglichkeiten des Belages deutlich unterstützt.
Beispiel:
Den gefürchteten U-Schnitt in der langen Abwehr konnte ich zunächst nicht produzieren (benötige ich wie oben beschrieben nur auf der RH), da ich neubauermäßig mit möglichst schneller kurzer Hackbewegung versucht habe abzuwehren.
Per Zufall dann Toppi in meine VH - lange VH-Abwehr mit langer Armbewegung.
Das Ergebnis: Das reinste Kettensägenmassaker - Schläger hinlegen, nächster Ballwechsel.

Also nochmal: eher längere Schlagbewegung, dann hat das Ding mördermäßigen Hack (m.E. wie immer bei LN-Belägen jedoch höchst subjektiv).

Die Angriffsmöglichkeiten halte ich auch wie viele andre für sehr, sehr gut.
In nahezu jeder Situation entscheide ich, ob ich passiv oder aktiv agiere.
Cogitos Wahrnehmung mit einigen Bällen, die hinter dem Tisch landen, habe ich auch gemacht, werde es deshalb nochmal mit einem etwas weicheren Holz versuchen.
Insgesamt gilt aber für mich, dass man durchaus anders als bei anderen glatten LNs hin und wieder den Schläger beim Block etwas schließen sollte, das verhindert dies Phänomen.
Außerdem: Versuchen, Ball flach zu nehmen, also sehr früh oder in der fallenden Phase, am höchsten Punkt taucht obiges Phänomen tatsächlich auf.

Abschließend noch was zum Holz:
Mein Holz ist recht schnell und durchs Carbon vor allem sehr steif.
Harmoniert mit dem Neubauer sehr gut (Holz hart, Neubauer hart, durch das harte Holz muß der Neubauer trotzdem knicken - ziemlich unphysikalisch wahrscheinlich, aber mein Erklärungsversuch).
Für den Palio werde ich jetzt noch etwas weitertesten mit einem weicheren Holz.
Am Ende wird es ein altes Waldner off oder ein Persson powerallround werden.
Werde morgen eine dieser Kombis ausprobieren und dann weitere Ergebnisse vermelden.

Quintessenz:
Man muß sich m.E. mit dem Palio einspielen (das hatte ich aber auch nicht anders erwartet), bin aber der festen Überzeugung, dass es sich absolut lohnt, da kein anderer LN-Belag für mich bisher mehr an Variabilität verbunden mit Spitzenwerten in allen Relevanten Bereichen geboten hat.

Gruß Tom